Abu Dhabi-Test: Leclerc besser als Sebastian Vettel

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der Monegasse Charles Leclerc hatte angekündigt, dass er 2019 nicht zu Ferrari kommt, um hinter Sebastian Vettel die zweite Geige zu spielen. Er lässt Taten folgen: Bessere Zeit in Abu Dhabi als Vettel am Tag zuvor.

Halbzeit am zweiten und letzten Formel-1-Testtag des Jahres auf dem Yas Marina Circuit: Die meisten Rennställe machen Mittagspause, nur Daniil Kvyat im Toro Rosso-Honda und Louis Delétraz im Haas kreisen nach vier Stunden noch immer. Sebastian Vettel hatte am Dienstag die Messlatte gelegt – mit einer Bestzeit von 1:36,812 min. Der junge Charles Leclerc beweist, was er vor kurzem gesagt hat: Er ist nicht zu Ferrari gekommen, um brav Sekundant zu sein. Er hat die Bestmarke von Vettel gleich mal unterboten, mit 1:36,559 min. Zum Vergleich: Vettel hatte im Abschlusstraining zum WM-Finale eine Runde von 1:35,125 gefahren, Lewis Hamilton erreichte als schnellster Mann 1:34,794 min.

Zweitschnellster Mann ist bislang Red Bull Racing-Neuling Pierre Gasly, knapp vor Lance Stroll, der von Williams zu Force India gezogen ist. Gute Leistung der beiden Russen im Feld: Toro-Rosso-Rückkehrer Daniil Kvyat ist derzeit Fünftschnellster, vor Renault-Pilot Artem Markelow und Haas-Debütant Louis Delétraz.

Einige Leser haben gefragt: Wo ist eigentlich Weltmeister und WM-Finalsieger Lewis Hamilton? Der Engländer ist zusammen mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach Spanien gereist, um an einer Veranstaltung von Mercedes-Partner HP (Hewlett Packard) teilzunehmen.

Robert Kubica konzentriert sich ganz auf Grundsatzarbeit mit den Reifen. Der Pole weiss: «Dieser Test ist für uns ganz wichtig. Klar werden wir 2019 ein anderes Auto haben, aber eines wird bleiben – der Schlüssel zum Erfolg ist ein gutes Reifen-Management. Wir haben ein umfangreiches Programm entworfen, um die neuen Pirelli-Reifen so gut als möglich auszuloten. Wir müssen durch und durch verstehen, wie sich diese neuen Reifen benehmen, um diese Erkenntnisse ins nächstjährige Auto einfliessen zu lassen.»

Der WM-Vierte von 2008 gibt zu: «Es war nicht ganz einfach, nach vier Monaten ohne Fahren wieder in Schwung zu kommen. Aber ich fühle mich gut. Es war ein langer Weg, um wieder Grand-Prix-Rennfahrer zu werden. Das war die menschliche Seite. Jetzt beginnt ein neues Kapitel, wenn ich im nächsten März wieder am Start stehe, das ist die sportliche Seite. Und diese Herausforderung ist mindestens so gross.»

Abu Dhabi-Test, Tag 2 – Mittag (Mittwoch)

1. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF71H, 1:36,559 (54 Runden)
2. Pierre Gasly (F), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:37,976 (63)
3. Lance Stroll (CDN), Force India VJM11-Mercedes, 1:38,044 (47)
4. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:38,590 (78)
5. Daniil Kvyat (RU), Toro Rosso STR13-Honda, 1:38,862 (52)
6. Artem Markelov (RU), Renault R.S.18, 1:39,240 (47)
7. Louis Delétraz (CH), Haas VF-18-Ferrari, 1:40,154 (51)
8. Carlos Sainz (E), McLaren MCL33-Renault, 1:40,383 (59)
9. Antonio Giovinazzi (I), Sauber C37-Ferrari, 1:40,435 (41)
10. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:44,208 (39)

Abu Dhabi-Test, Tag 1 (Dienstag)

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:36,812 min (68 Runden)
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:37,231 (120)
3. Lance Stroll (CDN), Force India VJM11-Mercedes, 1:37,415 (56)
4. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:37,947 (132)
5. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:37,976 (67)
6. Lando Norris (GB), McLaren MCL33-Renault, 1:38,187 (136)
7. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:38,789 (128)
8. Pietro Fittipaldi (BR), Haas VF-18-Ferrari, 1:39,201 (55)
9. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:39,269 (32)
10. George Russell (GB), Williams FW41-Mercedes, 1:39,512 (42)
11. Kimi Räikkönen (FIN), Sauber C37-Ferrari, 1:39,878 (102)
12. Sean Gelael (RI), Toro Rosso STR13-Honda, 1:40,435 (150)

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