Mick Schumacher: «Komme meinem F1-Traum näher»

Von Otto Zuber
Formel 1

In der Formel 1 streut man Mick Schumacher bereits Rosen, doch der Sohn des Rekord-Weltmeisters Michael Schumacher wird sich vorerst in der Formel 2 beweisen müssen. Die Vorfreude ist gross.

Auch Mick Schumacher liess es sich nicht nehmen, seine Trophäe für den Gesamtsieg in der Formel-3-EM persönlich entgegenzunehmen. Der 19-jährige Deutsche sprach vor der FIA-Preisverleihung in St. Petersburg noch einmal über die diesjährige Saison und seine ersten Erfahrungen im Formel-2-Auto, die er beim Test in Abu Dhabi sammeln konnte.

Mit Blick auf seinen Triumph in der Formel-3-Europameisterschaft erzählte Mick: «Spa war der Wendepunkt, da habe ich meine erste Pole-Position erobert und Ann den ersten Sieg feiern. Daraufhin haben wir es auf jeder Strecke geschafft, schnell zu sein und wir konnten noch mehr Rennen gewinnen. Wir haben alles hinbekommen, waren konstant an jedem Wochenende schnell und schafften es am Nürburgring sogar, alle drei Läufe zu gewinnen.»

«Ich schätze, das Heimpublikum hat mich angetrieben», erklärte der scheue Teenager auf die Frage, was sein Erfolgsgeheimnis auf der deutschen Traditionsstrecke sei. «Auch am Red Bull Ring lief es sehr gut, wir haben zwei Siege und einen zweiten Platz geholt und damit viele Punkte gesammelt. Ich reiste schliesslich mit einem 40-Punkte-Vorsprung nach Hockenheim, und das machte alles etwas einfacher. Es gab mir auch mehr Selbstvertrauen, was mir wiederum half, mein Bestes zu geben», fügte er an.

Als er schliesslich mit dem zweiten Platz im zweitletzten Lauf auf dem Hockenheimring den Titelkampf für sich entschieden hatten, dachte er zunächst nicht an den Erfolg, wie Mick verriet: «Mein erster Gedanke war: Warum habe ich im Rennen so viele Fehler gemacht? Denn das habe ich, und ich schätze, daran war auch der Druck schuld. Ich wollte es einfach nur hinbekommen. Aber sobald ich realisiert habe, dass ich nun Meister bin, war ich sehr glücklich und erleichtern. Denn nun konnte ich mich Formel-3-Champion nennen – das ist ein ganz besonderes Privileg.»

Im nächsten Jahr steht mit der Formel 2, deren zwölf Rennwochenenden alle im Rahmen der Formel 1 stattfinden werden, eine neue Herausforderung auf dem Programm des schnellen Nachwuchsstars. Einen ersten Vorgeschmack auf seinen neuen Dienstwagen bekam Mick beim zweitägigen Abu Dhabi-Test. «Es lief gut, wir haben viele Rennsimulationen und auch einige einzelne schnelle Runden gedreht. Ich konnte das Auto und die Reifen kennenlernen, was wichtig ist, denn alles it etwas anders als in der Formel 3.»

«Die Reifen sind sicher der grösste Unterschied», analysierte der junge Schumacher. «Danach kommen die Bremsen und erst dann der Speed, aber die Reifen ist das Kniffligste. Du musst sie ins richtige Arbeitsfenster bringen, um schnell zu sein und das Potenzial des Autos voll auszuschöpfen. Es ist ziemlich schwierig, das immer richtig hinzubekommen», betonte er ausserdem.

Trotzdem ist die Vorfreude gross: «Ich freue mich sehr, im Rahmen der Formel 1 zu fahren, so komme ich meinem Traum und dem, was ich erreichen will, wieder etwas näher. Es wird sicherlich eine spezielle Erfahrung, so nah dran zu sein und mitzubekommen, wie es im GP-Zirkus läuft. Ich hoffe auch, dass ich das für meine persönliche Entwicklung nutzen kann», erzählt der Sohn des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher.

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