Wolff: «Nachwuchsförderung sehr wichtig für Mercedes»

Von Agnes Carlier
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff mit Mercedes-Junior George Russell

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff mit Mercedes-Junior George Russell

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff will weiterhin an der Nachwuchsförderung der Silberpfeile festhalten, auch wenn die Möglichkeiten für seine Schützlinge in der Formel 1 beschränkt sind.

In diesem Jahr versuchte Toto Wolff letztlich vergeblich, ein Cockpit für den Mercedes-Junior Esteban Ocon zu finden. Der schnelle Franzose musste bei Force India (jetzt Racing Point) weichen, um Platz für Lance Stroll zu schaffen, dessen Vater zu den neuen Besitzern des Rennstalls aus Silverstone gehört. Der Wechsel zeichnete sich ab, deshalb wurde der Mercedes-Motorsportdirektor früh aktiv und Ocon konnte zunächst sogar über die Qual der Wahl klagen.

Denn sowohl McLaren als auch Renault zeigten Interesse an seiner Verpflichtung, doch am Ende wurde in beiden Fällen nichts daraus, denn während das Team aus Woking eine Absage zugunsten von Renault bekam, war es beim Werksteam der Franzosen schliesslich Ocon, der leer ausging. Dies, weil Renault-Sport-Chef Cyril Abiteboul die Gelegenheit ergriff, mit Red Bull Racing-Star Daniel Ricciardo einen mehrfachen GP-Sieger an Bord zu holen. Und weil McLaren mittlerweile den bei Renault überflüssig gewordenen Carlos Sainz mit einem Vertrag ausgestattet hatte, muss sich Ocon 2019 mit der Reservistenrolle beim Weltmeisterteam begnügen.

Wolff ärgerte sich während seiner Cockpit-Suche für Ocon über die Aussagen der Konkurrenz, man könne dem 22-Jährigen aus Evreux höchstens einen Platz anbieten, wenn er seine Mercedes-Verbindung kappen würde. Und der Wiener stellte die eigene Nachwuchsförderung angesichts dieser Situation sogar in Frage. Bei einer Pressekonferenz im Rahmen der FIA-Preisverleihung in St. Petersburg betonte Wolff jedoch: «Ich denke, dass es sehr wichtig für Mercedes ist, eine Rolle in der Nachwuchsförderung zu übernehmen.»

«Michael Schumacher hat auch als Mercedes-Junior in der Sportwagen-Szene angefangen und wurde dann der Beste aller Zeiten», erklärte der 46-Jährige stolz. «Und wie schon mit Pascal Wehrlein, Esteban Ocon und George Russell achten wir weiterhin darauf, sehr junge Fahrer unter unsere Fittiche zu nehmen. Wir hoffen, dass wir diese Talente in der Formel 1 Erfolge feiern sehen und dass sie eines Tages hoffentlich im Silberpfeil sitzen werden.»

Während Wehrlein zum Jahresende aus dem Mercedes-Nachwuchsprogramm aussteigt, wird Russell in der nächsten Saison sein erstes Formel-1-Jahr im Williams an der Seite von Rückkehrer Robert Kubica bestreiten.

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