Lucas Auer (Red Bull): So geht’s Richtung Formel 1

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Ein wenig überraschend hat Dr. Helmut Marko den 24jährigen Tiroler Lucas Auer ins Nachwuchsförderprogramm von Red Bull aufgenommen. Marko sagt, wie es mit Auer weitergehen wird.

Hand auf Herz: Könnten Sie sagen, wann in der Formel 1 letztmals ein Österreicher am Start stand? Es war der Vorarlberger Christian Klien mit HRT, in Abu Dhabi 2010. Seither ist einzig Patrick Friesacher auf Formel-1-Bahnen in Aktion zu sehen, als schnellster Taxi-Fahrer der Welt, im Formel-1-Zweisitzer. Aber österreichische Fans dürfen sich Hoffnungen machen, denn seit kurzem befindet sich unter den Red-Bull-Junioren auch wieder ein Einheimischer – der 24jährige Tiroler Lucas Auer.

Viele Fans fragten sich: Wie kommt das, wo Auer zuvor für Red Bull wenig interessant schien? Erster Ansatzpunkt: Auers Onkel Gerhard Berger, ein guter Freund von «Mr. Red Bull» Dietrich Mateschitz, hat sich für Auer starkgemacht. Aber so war es nicht. Auer ins Red-Bull-Juniorprogramm zu holen, das war alleine die Entscheidung des Grazer Motorsport- und Nachwuchs-Chefs Dr. Helmut Marko (75). Der Le-Mans-Sieger von 1971 vertieft in der jüngsten Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7»: «Es stimmt, für unsere Verhältnisse ist Lucas Auer mit seinen 24 Jahren ein etwas älterer Junior. Lucas stand mit leeren Händen da. Also haben wir uns überlegt: Was können wir für ihn machen?»

«Die japanische Super Formula hat die zweitschnellsten Einsitzer nach der Formel 1. Das ist eine gewaltige Herausforderung und ein guter Prüfstein. Wir haben auch unseren Pierre Gasly damals nach Japan geschickt, um Super Formula zu fahren. Der Franzose ist dort fast Meister geworden und dann in der Formel 1 auf Anhieb sehr schnell gewesen. Sollte sich Auer in Japan bewähren, stellt sich noch das Hindernis der Erlangung der Superlizenz, das ist leider sehr kompliziert geworden, wir sehen das auch mit unserem jungen Dan Ticktum. Wenn Lucas Auer in Japan Rennen gewinnt, dann ist alles offen.»

Red Bull kann dank der Zusammenarbeit mit Honda in der Super Formula drei Autos besetzen, die Piloten sind neben Auer der Formel-3-EM-Gesamtzweite und Macao-Sieger Dan Ticktum (der Londoner war schon bisher Red-Bull-Junior) und Adrian Neweys Sohn Harrison. Marko präzisiert aber: «Wir unterstützen den jungen Newey, aber er ist nicht RB-Juniorteam-Mitglied.»

Vielleicht trifft Auer eines Tages in der Formel 1 wieder auf Max Verstappen. Letztmals teilten die beiden 2014 in der Formel 3 die Rennstrecken. Damals wurde der heutige Formel-1-Fahrer und Mercedes-Zögling Esteban Ocon Europameister, vor dem Briten Tom Blomqvist (heute in der Formel E), Verstappen und – Lucas Auer.

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