Glock: Das schwierige Interview mit Kumpel Vettel

Von Andreas Reiners
Formel 1
Timo Glock und Sebastian Vettel

Timo Glock und Sebastian Vettel

Timo Glock hatte es immer gewusst. Es wird irgendwann kommen, er wird nicht daran vorbeikommen. Und der DTM-Star wusste auch, dass es schwierig werden würde, seinen Kumpel Sebastian Vettel zu interviewen.

Unter anderem, weil sich beide so lange kennen. Ungewohnt eben. Weshalb Glock durchaus nervös war, obwohl er den Job als TV-Experte für RTL bereits seit 2015 macht.

In Barcelona hatte er dann ein Interview mit Vettel, das er alleine führen musste. «Das ist schon schwierig, weil es immer so hektisch ist und er in der letzten Sekunde zur Fahrerparade kommt. Du musst dann irgendwie schnell, schnell, schnell... und du weißt auch nicht, wie er darauf eingeht», sagte er motorsport.com.

Das Problem: Muss es schnell gehen, kann es auch mit der Antwort schon mal schnell gehen. «Dann stellst du ihm eine Frage, die er mit zwei Worten beantwortet und dann musst du schon wieder die nächste parat haben. Es ist schon eine Herausforderung und nicht so einfach», sagte er.

Mit den Interviews kommt aber nicht nur die Erfahrung, sondern auch besondere Erkenntnisse. Denn jeder Pilot reagiert bei unangenehmen Fragen anders. «Der eine geht damit vielleicht etwas entspannter damit um und der andere etwas verkrampfter. Und das merkt man, wenn unangenehme Fragen kommen, da gibt es welche, die vielleicht nicht so schlagfertig sind und ein bisschen viel herumeiern.»

Was für ihn aber ein No-Go ist: Infos ausnutzen. Wie zum Beispiel bei Vettel, der Glock manche Dinge als Kumpel verrät, und nicht als Journalist.

Für Glock ganz klar: «Es wäre doof, wenn ich sagen würde: „Seb, erzähl mal, wieso geht der Ferrari nicht“ und er erzählt mir irgendwelche Interna und dann stehe ich vor dem Mikro und sage: "Übrigens, der Ferrari hat das und das Problem." Dann sagt Seb auch: "Alles klar Glock, dir erzähle ich nichts mehr!“. Das mache ich auf keinen Fall.»

Stattdessen versucht er es auf anderen Wegen. Dabei wiederum ist die Vergangenheit in der Formel 1 sehr hilfreich. «Ich versuche, mir gewisse Informationen zu holen, was Rennstrategie, Reifen und so weiter angeht. Nicht nur von Fahrern, sondern auch von Ingenieuren, die ich aus meiner Formel-1-Zeit noch kenne. Das hilft natürlich dann.»


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