MotoGP-Star Marc Márquez: Die Formel 1 muss warten

Von Peter Fuchs
Marc Márquez im Formel-1-Renner

Marc Márquez im Formel-1-Renner

​Es hat in den letzten Jahren nicht an MotoGP-Stars in Formel-1-Autos gemangelt: Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa, Marc Márquez. Aber Márquez meint: «Autorennen sind derzeit nicht im Plan.»

Immer wieder haben Motorradstars Formel-1-Autos bewegt – von Giacomo Agostini über Barry Sheene, Marco Lucchinelli bis zu Mick Doohan, Valentino Rossi, Jorge Lorenzo bis hin zu Dani Pedrosa und Marc Márquez. Doch abgesehen von John Surtees (Formel-1-Weltmeister 1964), Mike Hailwood (Formel-2-Europameister 1974 und später Formel-1-Pilot) und Johnny Cecotto (Formel 2, Formel 1, DTM) ist kein Motorrad-Champion auch auf doppelt so vielen Rädern wirklich erfolgreich gewesen.

Red Bull Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko sagte nach dem Formel-1-Debüt von MotoGP-Weltmeister Marc Márquez im vergangenen Juni auf dem Red Bull Ring in Spielberg: «Er kann bei Red Bull 2021 Formel 1 fahren.» Wie ernst das gemeint war, liess der Grazer offen.

Dr. Marko: «Dani Pedrosa und Marc Márquez haben bei ihrem Formel-1-Test auf dem Red Bull Ring auf Anhieb wettbewerbsfähige Zeiten hingelegt. Die Frage ist, ob sich solche Piloten nach einer langen Karriere in ihrer Kategorie nochmals motivieren können, etwas Neues zu versuchen. Von den fahrtechnischen Fähigkeiten wären MotoGP-Asse absolut fähig, auch in der Formel 1 vorne mitzufahren.»

Marc Marquez’ Debüt im sechs Jahre alten und 750 PS starken Formel-1-Boliden (Red Bull Racing RB8 in Farben von Toro Rosso) zog eine Horde von Berichterstattern an den Red Bull Ring in Spielberg. Márquez zeigte sich begeistert. «Dieser Tag bleibt immer in meiner Erinnerung. In der Nacht zuvor war ich nervös, nervöser als an einem Rennwochenende. Ich konnte kaum schlafen.»

«Der grösste Unterschied ist der Bremspunkt. Ich denke mir immer, es wird nicht reichen. Man bremst ganz anders. Wir haben mit Mark und Helmut daran gearbeitet. Das Coolste sind die schnellen Kurven. Mark Webber und Helmut Marko sagten immer, du kannst noch mehr. Aber man muss auch Respekt haben.»

«Im Auto fühlt man sich anfangs etwas sicherer. Aber dann ist das Gefühl entgegengesetzt. Im Auto ist dann nämlich die Sicht das Problem. Wenn man fährt, blickt man weit voraus, weil das Tempo so hoch ist. Mark hat mir das beigebracht. Als Kind habe ich immer zwei Räder gewählt. Man muss immer den richtigen Weg wählen. Im Moment sind Autorennen nicht im Plan. Man benötigt das perfekte Team um sich und vieles mehr.»

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