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Daniel Ricciardo: Verwirrende Signale von Mercedes

Mit seinem Wechsel zum Renault-Werksteam sorgte Daniel Ricciardo im vergangenen Sommer für die grosse Überraschung. Der Australier verhandelte zuvor mit verschiedenen Teams – und erlebte auch Frustrierendes.

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Monatelang liess sich Daniel Ricciardo Zeit, bevor er die Entscheidung über seine GP-Zukunft fällte. Der Australier hatte die Qual der Wahl: Sollte er bei seinem bisherigen Arbeitgeber Red Bull Racing bleiben und mit ihm das Honda-Abenteuer wagen? Oder sollte er sich von den Lockrufen von Renault, Mercedes oder McLaren locken lassen?

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Ricciardo entschied sich im August schliesslich für die Franzosen und gegen die restlichen Angebote – von denen offenbar nicht alle ernst gemeint waren. Denn der 29-Jährige verriet im ESPN-Interview, dass er Mühe hatte, die ernst gemeinten Optionen zu erkennen. Deshalb führte er einige fruchtlose Gespräche – etwa mit Mercedes, wie der siebenfache GP-Sieger erzählt.

"Ich wusste, dass es wahrscheinlich eine Weile dauern würde, bis es konkret werden würde. Ich wusste, dass wir uns erst einmal gegenseitig beschnuppern müssen. Aber es dauerte bis Juni oder Juli und wir hatten schon einige Male miteinander gesprochen, was allerdings zu nichts geführt hatte", erinnert sich der Rennfahrer aus Perth, und fügt trocken an: "Wenn man mich will, dann soll man mir das sagen, sonst such ich einfach weiter – das ist in Ordnung."

"Ich schätze, irgendwann kommt jeder mal an den Punkt, an dem er eine klare Antwort haben will", seufzt Ricciardo. "Irgendwann ist die Geduld bei diesen Spielchen am Ende. Ich weiss gar nicht, ob es wirklich Spielchen waren, aber das ganze Gerede um den heissen Brei ist so – man sollte einfach direkt sagen, was man will. Aber das sind wohl all die Lehren, die ich nun ziehen muss und ich bin mir sicher, dass der Punkt kommen wird, an dem ich diesen Prozess wiederholen muss. Und ich bin überzeugt, dass ich einige Dinge anders machen werde. Ich bereue nichts, denn es handelt sich um einen Lernprozess."

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"Ein Teil hat sicherlich auch Spass gemacht und es war alles sehr aufregend und neu für mich", räumt der künftige Teamkollege von Nico Hülkenberg ein. "Der ganze Prozess war sicherlich aufregend. Aber da gab es Teams, die es ernst meinten und solche, die zwar Interesse bekundeten, aber nicht wirklich vorangingen, wie etwa Mercedes. Das war zeitweise verwirrend, du versuchst in dieser Situation herauszufinden, wer ein echtes Interesse hat."

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Mercedes bestätigte schliesslich die Vertragsverlängerung mit Valtteri Bottas im Rahmen des GP-Wochenendes in Deutschland. Der Finne wurde für ein weiteres Jahr verpflichtet. Ricciardo unterschrieb bei Renault ein Abkommen über mehrere Jahre.

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