Nico Rosberg: «Der gleiche Vettel wie vor einem Jahr»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1

Der frühere Formel-1-Pilot Nico Rosberg übte nach dem Bahrain-GP Kritik an seinem Landsmann Sebastian Vettel, der sich mit einem Dreher selbst alle Chancen auf ein Top-3-Resultat genommen hatte.

«Das war mein Fehler, der Dreher geht auf meine Kappe», seufzte Sebastian Vettel, nachdem er den zweiten Saisonlauf auf dem Bahrain International Circuit als Fünfter beendet hatte. Der Ferrari-Star weiss: Hätte er sich im Zweikampf mit Lewis Hamilton nicht diesen ärgerlichen Fahrfehler in der vierten Kurve der 38. Rennrunde erlaubt, wäre ein besseres Resultat möglich gewesen.

Doch der folgenschwere Fahrfehler, der auch dazu führte, dass sein Frontflügel zu Bruch ging, warf ihn weit zurück, denn er musste die Box ansteuern, um sich eine neue Fahrzeugnase zu holen. Der vierfache Weltmeister sorgte in der Folge für Schadensbegrenzung, indem er sich in den letzten Runden noch auf den fünften Platz zurückkämpfte, dennoch gab es nach dem Rennen natürlich Kritik an der Performance des Heppenheimers.

Auch Vettels Landsmann und früherer Gegner Nico Rosberg, der nach seinem WM-Titelgewinn von 2016 aus der Formel 1 ausgestiegen ist und nun als Sky Sports F1-Experte im Fahrerlager weilte, kommentierte: «Es ist unglaublich, wir haben diesmal den gleichen Vettel wie im letzten Jahr erlebt.»

«Erst hat das Team das Qualifying versaut und ihn damit verärgert, dann hat er im Rennen ein Rad-an-Rad-Duell und dreht sich dabei gleich ins Aus – ganz von selbst, und ruiniert sich dabei das ganze Wochenende», fasste der 23-fache GP-Sieger mit Blick auf Vettel zusammen. «Er muss nun einen Weg aus dieser Krise finden und das ist eine wirklich grosse Herausforderung.»

Für Vettel bleibe ein besonders bitterer Nachgeschmack nach dem zweiten Rennwochenende, weil zum eigenen Unglück auch noch die starke Form des Teamkollegen Charles Leclerc hinzukomme, ist sich Rosberg sicher. Denn der Monegasse, der Tags zuvor schon seine erste GP-Pole erobert hatte, war auf dem besten Weg, seinen ersten Grand-Prix-Sieg einzufahren, als ihn ein Problem mit einem Zylinder einbremste. Der 21-Jährige rettete sich als Dritter ins Ziel – auch dank einer Safety-Car-Phase, die bis zum Fallen der Zielflagge andauerte.

«Ich fühle wirklich mit Charles, denn er war vor dem Problem wirklich gut unterwegs und hat eine super Fahrleistung gezeigt. Aber auch für Sebastian war das ein harter Schlag, denn er hat nicht nur sein eigenes Rennen ruiniert, er muss auch noch einen Teamkollegen in Bestform ertragen, er ist verdammt stark und wir alle sollten damit rechnen, dass es so weitergeht», betonte Rosberg, und lobte: «Wir sollten alle Ferrari bejubeln, denn der Zweikampf der Ferrari-Jungs ist genau das, was wir alle sehen wollen. Es war so cool, denn es ist schon eine ganze Weile her, seit wir die Ferrari in einem so engen Duell gesehen haben, das war überwältigend!»

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