Pierre Gasly (Red Bull Racing): Kritiker gestoppt

Von Mathias Brunner
Pierre Gasly vor Max Verstappen und Charles Leclerc

Pierre Gasly vor Max Verstappen und Charles Leclerc

​Vor dem britischen Grand Prix in Silverstone geriet Pierre Gasly unter Druck: zu wenig gut die Leistungen gemessen an Max Verstappen. Der Franzose gab seinen Kritikern mit Rang 4 die passende Antwort.

So schnell ändert sich das in der Formel 1: Ausgerechnet auf dem Red Bull Ring musste sich der Franzose Pierre Gasly von seinem Red Bull Racing-Stallgefährten Max Verstappen überrunden lassen. Der Niederländer siegte sensationell, Gasly wurde blasser Siebter. Aber in Silverstone schaffte Pierre die Wende – Rang 4 beim zweiten Heimrennen des Teams, damit hat er sein bestes Formel-1-Ergebnis ergalisiert. Vierter war Gasly schon beim Grand Prix von Bahrain 2018 geworden.

Woher kam diese Steigerung? Gasly: «Wir haben uns hingesetzt und uns angeschaut, wie wir alles verbessern können. Es gab ein paar Änderungen. Jetzt können wir die ersten Früchte dieser Arbeit ernten. Ich habe das Wochenende genossen.»

Der 23-Jährige aus der GP-Stadt Rouen hat sich für die technische Seite des Sports immer sehr interessiert: «Die jüngste Generation von Formel-1-Autos ist so komplex, da ist es ganz wichtig, dass du zusammen mit den Ingenieuren ein tiefes Verständnis fürs Auto entwickelst. Du musst begreifen, welche Auswirkungen bestimmte Änderungen am Wagen haben. Je enger du mit den Technikern arbeitest, desto genauer werden deine Aussagen. Ich mag keine Fragezeichen, ich bin gerne gut vorbereitet.»

«Allerdings ist jeder Rennfahrer anders. Besonders in den Nachwuchsserien habe ich viele Piloten getroffen, die sich für die Technik nicht übermässig interessiert haben. Und dann gab es auch das andere Extrem: Fahrer, die am Computer mit den ganzen Daten fast mehr Zeit verbracht haben als die Techniker! Ich siedle mich da ungefähr in der Mitte an. Ich bin der Überzeugung: Je besser du mit deinen Ingenieuren arbeitest, desto grösser sind deine Chancen auf ein gutes Auto. Jede Fachkraft in der Box ist wichtig für die Leistungsfähigkeit des Wagens.»

Wie hat sich Pierres Leben verändert seit dem Schritt von der Scuderia Toro Rosso zum Spitzenrennstall Red Bull Racing? Der GP2-Champion von 2016 sagt: «Es gibt keinen besseren Platz in der Formel 1 als bei einem Top-Team. Ich bin erst 23 und habe in meiner zweiten vollen GP-Saison die Aussicht auf Podestplätze, das ist doch brilliant. Jetzt muss ich noch besser erarbeiten, wie ich alles aus mir heraushole, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erringen. Daran arbeiten wir weiter. Ich mag zudem die ganze Firmenphilosophie von Red Bull, die etwas andere Sichtweise auf Dinge und dass wir auch mal etwas Ungewöhnliches unternehmen, wie in Australien zu surfen oder in Kanada mit einer Axt zu werfen. Ich bin auch schon mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug gehüpft – ich mag eben Adrenalin.»

Red-Bull-Rennberater Dr. Helmut Marko ist nicht bekannt dafür, bei den Leistungen seiner Fahrer um den heissen Brei herumzureden. Aber Pierre Gasly sagt: «Dr. Marko und auch Christian Horner geben mir jede Unterstützung. Sie sind am Rennwochenende stark in die Arbeit eingebunden, und zwischen den Rennen analysieren wir gemeinsam die Leistungen. Die Beziehung ist erheblich intensiver als zuvor in der Rolle des Red-Bull-Juniors.»

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