Netflix-Doku «Drive to Survive»: Saison 2 kommt 2020

Von Mathias Brunner
Formel 1
So wurde für Staffel 1 geworben

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​Anfang März 2019 begann auf dem Streaming-Portal die Doku «Formula 1: Drive to Survive». Fans und Fachleute waren begeistert. Nun steht fest – die zweite Stallel kommt im kommenden Jahr.

März 2019: Die Formel-1-Testfahrten waren in vollem Gange, die Vorfreude auf die neue Saison stieg mit jedem Kilometer, der in Barcelona gefahren wurde. Und dann lief den Fans erst recht das Wasser im Munde zusammen: Zur Einstimmung auf den ersten Grand Prix in Australien begann am 8. März eine neue Serie auf dem Streamingportal Netflix. «Formula 1: Drive to Survive» bietet einen dokumentarischen Blick in die Welt der Formel 1. Als Produzent zeichnet James Gay-Rees, preisgekrönter Produzent der Dokumentarfilme «Amy» und «Senna», verantwortlich.
Für «Amy», eine Doku über die verstorbene Sängerin Amy Winehouse, bekam er einen Oscar. Die erste Staffel bestand aus zehn Episoden.

«Die Formel 1 war schon immer eine Welt voller bunter Charaktere und großer Egos, Spannungen und Dramen, Siegen und Tragödien. Aber bisher lag das zu großen Teilen im Verborgenen. „Formula 1: Drive to Survive“ lässt den Zuschauer mitten ins Herz dieser Welt schauen und zeigt, wie es ist, im schnellsten Sport der Welt zu leben», sagte Produzent Paul Martin.

Nun bestätigen die Formel 1 und Netflix: Staffel 2 kommt, und dieses Mal haben sich auch Mercedes und Ferrari einverstanden erklärt, den Netflix-Leuten Zugang zu gewähren. Wann genau die erste Folge ausgestrahlt wird, ist noch nicht klar.

Die zehn Folgen von Staffel 1 erhielten von Fans und Fachleuten sehr viel Applaus: Endlich hatten die Zuschauer wirklich das Gefühl, den Hauptdarstellern ganz nahe zu sein. Das wahre Grand-Prix-Leben wird gezeigt, die ganze Leidenschaft der Formel 1 kommt in voller Stärke rüber, das schliesst alle Höhen und Tiefen mit ein.

Der geheime Star, ein wenig unerwartet vielleicht, war Haas-Teamchef Günther Steiner – denn der Südtiroler hielt sich mit Kraftausdrücken nicht zurück, am Kommandostand, im Funk, am Telefon mit Teambesitzer Gene Haas. Steiner schmunzelt dazu im Fahrerlager des Albert Park Circuit von Melbourne: «Ich schätze, die Serie ist für meine Tochter ungeeignet. Aber wieso sollte ich mich verstellen? Die Serie soll doch die Formel 1 so wahrheitsgetreu wie möglich zeigen, und Emotionen sind ein ganz elementarer Bestandteil des Grand-Prix-Sports. Ich finde, die Netflix-Leute geben sehr gut wieder, wie die Formel 1 tickt. Es soll ja eine Dokumentation sein, keine Fiktion. Das ist verstanden und entsprechend umgesetzt worden. Mir gefällt das Ergebnis.»

Renault-Star Daniel Ricciardo hat die Netflix-Leute zu sich nach Perth eingeladen und auch in sein zweites Zuhause nach Monaco. «Wenn du eine Film-Mannschaft in deinen eigenen vier Wänden begrüsst, dann willst du dich wohlfühlen. Die Netflix-Leute waren immer respektvoll. Ich finde das Ergebnis sehr gelungen, und ich hoffe, viele Menschen sehen sich das nicht auf dem Smartphone an, sondern auf einem richtigen Schirm.»

«Es ist ein wenig seltsam, sich selber im Film zu sehen. Ich finde, ich klinge ganz anders als ich mich selber wahrnehme. Dieses Projekt ist cool für die ganze Formel 1. Wenn beispielweise in einer amerikanischen Kleinstadt jemand die Serie guckt und dadurch unseren Sport besser versteht, dann haben wir alle etwas davon. Klar können wir über den Titel diskutieren, ’Drive to Survive’, ein wenig übertrieben, dieser Überlebens-Aspekt, ein wenig intensiv, nicht wahr? Aber letztlich ist es ja Fernsehen, da darf es durchaus ein wenig dramatisch klingen.»

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