Erfolgsdruck in Rot-Weiß: Francesco Bagnaia muss sofort liefern
Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia gehört zu jenen Piloten, die noch ohne Vertrag für die Saison 2027 sind. Bei der Vorstellung des Teams in den Dolomiten sprach der WM-Fünfte auch über seine Zukunft.
Die Zeiten haben sich geändert. Denn um einen letzten Arbeitsvertrag musste sich der in Turin aufgewachsene Bagnaia keine Gedanken machen. Lange bevor der Transfermarkt zur Saison 2025 an Fahrt aufnahm, stand der Deal. Während die MotoGP-Community auf das erste Rennen in Katar 2024 wartete, ging Ducati mit der Vertragsverlängerung von Bagnaia an die Öffentlichkeit.
Damit war man den Gesetzen des Marktes gefolgt – Ducati hat den Doppelweltmeister, der 2023 ohne Gegner war, schnellstmöglich vom Markt genommen. 24 Monate später ist die Situation eine komplett andere. Nun ist es Teamkollege Marc Marquez, der den größten Handelswert verkörpert. Die
Pecco Bagnaia dagegen muss nun der sportlichen Realität folgen. Als WM-Fünfter 2025 hat die abgelaufene Saison Spuren hinterlassen und Pecco Bagnaia in eine andere Ausgangslage gebracht. Anstatt die Dinge von oben zu betrachten, steht der enge Vertraute von Valentino Rossi nun inmitten einer ganzen Traube von Spitzenfahrern – die ebenfalls scharf sind auf den Platz bei Ducati Lenovo.
Die Liste hat eine beeindruckende Länge. Als Ducati-Werksfahrer für 2027 kommen Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio, Fermin Aldeguer und Pedro Acosta, aber auch Marco Bezzecchi, Jorge Martin oder Fabio Quartararo in Frage.
Angesprochen auf die Zukunft zeigte sich der einstige sportliche Chef der MotoGP als Realist. In Madonna di Campiglio sagte Bagnaia: «Aktuell bin ich sehr ruhig, was dieses Thema angeht. Wir stehen vor einer außergewöhnlichen Saison mit einem wesentlichen Wechsel des Regelwerks und sehr vielen Piloten, die für 2027 eine neue Vereinbarung brauchen. Es geht also darum, mit der richtigen Einstellung ins Jahr 2026 zu starten und sich voll auf das Fahren zu konzentrieren. Dann werden wir weitersehen.»
Damit ist klar, dass Bagnaia selbst nicht mit einer schnellen Besetzung für 2027 rechnet. Es geht ausschließlich darum, sich über aktuelle Leistung für Verhandlungen zu qualifizieren. Schlechte Karten dürfte der in Pesaro lebende Athlet nicht haben. Mit 29 Jahren ist die Nummer 63 noch im besten MotoGP-Alter und 31 Siege in den vergangenen fünf Jahren haben Pilot und Mannschaft über ein normales Verhältnis hinaus miteinander verbunden – auch dank italienischem Ausweis. Sicher ist aber auch: Gelingt es Bagnaia nicht, mit dem Startschuss der neuen Saison konstant mit an der Spitze zu fahren, dann dürften sich Wege nach sechs Jahren trennen.
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