Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Pisten-Rüpel Kevin Magnussen: Das sagt sein Chef

Von Mathias Brunner
​Haas-Fahrer Kevin Magnussen erhielt im Ungarn-GP von der Rennleitung eine Verwarnung wegen seines Fahrstils gegen Renault-Fahrer Daniel Ricciardo. Was Haas-Teamchef Günther Steiner sagt.

Daniel Ricciardo regte sich nach dem Grossen Preis von Ungarn fürchterlich auf. Der Australier steckte 25 Runden lang hinter Haas-Fahrer Kevin Magnussen fest. Der Däne fuhr tüchtig die Ellbogen aus, um den Renault-Piloten im Rückspiegel zu halten. Daniel: «Dass Kevin auf der Bremse die Spur wechselte, um sich zu verteidigen, gefällt mir natürlich nicht. Ich hatte alle Hände voll zu tun, um ihm nicht ins Heck zu knallen. In einigen Fällen war das schon extrem.»

Es ging dabei um den 13. Platz. Ricciardo sah sich das ein paar Mal an, dann beschwerte er sich am Funk über Magnussen. Renault setzte die Rennleitung in Kenntnis, aber die sahen sich das ohnehin bereits an, als nächstes kam ein Funkspruch aus dem Rennleiterraum an den Haas-Kommandostand.

Haas-Teamchef Günther Steiner versteht den ganzen Wirbel nicht. Der Südtiroler sagt: «Die Rennleitung hat uns eröffnet, dass Kevin sein Auto in der Bremszone nicht herumwandern lassen darf. Mehr war da nicht. Unsere Antwort lautete – der Vorwurf kommt von einem Fahrer, der das die ganze Zeit macht und ungeschoren davonkommt! Das war doch ein appetitlicher Kampf, der das Geschehen ein wenig aufgewertet hat.»

Was genau hat Steiner seinem Fahrer gesagt? Der Teamchef weiter: «Wir haben Kevin lediglich von der Warnung in Kenntnis gesetzt. Aber wir haben keine Empfehlung abgegeben, was er nun tun soll. Ich fand ohnehin, das war kein gefährliches Fahren. Wir sind hier, um ein Rennen zu fahren und eine gute Show zu zeigen. Das war ein guter Kampf zwischen diesen beiden Fahrern, auch wenn es letztlich um die goldene Ananas ging. Ich kann verstehen, dass Daniel nicht glücklich war. Aber ich sah von Kevin jetzt kein übertrieben hartes Manöver. Er hat seine Position robust verteidigt, das ist alles.»

Was sagte Rennleiter Michael Masi zur Problematik? «Wir haben das Team gewarnt, dass wir ein solches Manöver mehrfach bemerkt haben, und dass sich das bitteschön nicht wiederholen sollte. Wir sind im Gespräch mit den Piloten zur Einigung gekommen – einmal Spur wechseln, das ist erlaubt, aber dass dann der Wagen während des Bremsens erneut anders positioniert wird, das wollen wir nicht mehr sehen. Wir haben das bereits mit den Piloten in Bahrain besprochen, weil sie zu uns gesagt haben: ‚Wir wollen hier eine einheitliche Richtlinie, an die wir uns halten können.’ Und genau die haben wir herausgegeben.»

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