Andreas Seidl: «Vor uns liegt noch ein langer Weg»

Von Vanessa Georgoulas
McLaren-Teamchef Andreas Seidl mit Schützling Lando Norris

McLaren-Teamchef Andreas Seidl mit Schützling Lando Norris

Das McLaren-Team hat in dieser Saison deutliche Fortschritte erzielt. Teamchef Andreas Seidl freut sich natürlich darüber. Gleichzeitig mahnt er aber auch, bei den Erwartungen realistisch zu bleiben.

Für das McLaren-Team läuft es nach einer Jahre dauernden Leistungskrise endlich wieder runder: Nach den ersten zwölf Saisonläufen belegt der Rennstall aus Woking mit 70 Punkten den vierten Zwischenrang in der Team-Wertung. Der Rückstand auf die Top-3 ist jedoch beachtlich: Das Red Bull Racing-Team, das den dritten Rang belegt, konnte bereits 147 Punkte mehr als der zweiterfolgreichste GP-Rennstall der Geschichte sammeln.

Kein Wunder, bleibt Teamchef Andreas Seidl bescheiden, wenn es um die jüngsten Erfolge seiner Truppe geht. Der deutsche Ingenieur betont zwar auf «Formula1.com»: «Ich bin zufrieden mit dem heutigen Stand, wir haben nun 70 WM-Zähler auf dem Konto, die letzte Saison haben wir noch mit 62 Punkten abgeschlossen.» Er warnt aber gleichzeitig: «Davon dürfen wir uns nicht in die Irre führen lassen. Das ist sehr wichtig, denn vor uns liegt noch ein langer Weg.»

Man müsse deshalb realistisch bleiben, mahnt der 43-Jährige. «Es gibt keine Zauberformel für den Erfolg. Wichtig ist, dass wir den positiven Trend fortführen.» Die Chancen stehen gut, schliesslich konnte das Team erstmals seit Jahren wieder einen normalen Zeitplan bei der Entwicklung des 2020er-Autos verfolgen. In den vergangenen Jahren habe man durch Wechsel des Motorenpartners oder personelle Veränderungen jeweils erst spät mit der ersten Entwicklung begonnen, wie Seidl betont.

«Auch beim diesjährigen Auto haben wir viel zu spät angefangen», gesteht der Teamprinzipal, der aber auch stolz verrät: «Mit den Arbeiten am 2020er-Auto haben wir ziemlich früh begonnen. Einige Leute arbeiten bereits daran.» Deshalb ist er auch zuversichtlich, dass man mit dem nächsten Modell einen weiteren wichtigen Schritt nach vorne machen könne. «Wir müssen aber realistisch bleiben», dämpft er gleichzeitig die Erwartungen.

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