Strafen: Braucht die F1 permanente Stewards?

Von Rob La Salle
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

Alle GP-Stars und Experten fordern eine einheitliche Rechtssprechung in der Formel 1, aber nicht alle unterstützen die Idee, dass immer die gleichen Leute über die Szenen auf der Strecke richten.

Für Max Verstappen birgt das Rotationssystem, das bei den F1-Regelhütern zur Anwendung kommt, genug Vorteile. Deshalb plädiert er für dessen Erhalt. Denn der ehrgeizige Niederländer aus dem Red Bull Racing Team fürchtet die Situation, in der es ein permanenter Steward auf ihn abgesehen haben könnte. «Es ist wie im Fussball, wenn du da einen Schiedsrichter hast, der dich nicht mag und der alle deine Spiele pfeift, dann macht das Ganze nicht sehr viel Spass», erklärte er bereits in Österreich.

«Ich denke, in der Formel 1 ist es genauso», fügte der 21-Jährige an. «Wenn du immer die gleichen Stewards hast, dann wird das nicht funktionieren. Deshalb denke ich, dass das Rotationssystem nichts Schlechtes ist. Es ist vielmehr ein Problem des Regelwerks, das für bestimmte Vergehen auch bestimmte Strafen vorschreibt. Deshalb würde es auch nichts bringen, noch mehr Ex-Fahrer hinzuzuziehen, denn letztlich müssen auch sie diese Strafen verhängen, die von den Regeln vorgeschrieben werden.»

Der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte Jolyon Palmer sieht das anders. Der Brite schreibt in seiner BBC-Kolumne: «Meiner Meinung nach braucht die Formel 1 eine umfassende Regeländerung. Es ist eine kontroverse Idee, aber ich glaube, dass der Sport permanente Regelhüter braucht, oder ein permanentes Steward-Team, in dem alle ähnliche Vorstellungen haben.»

«Derzeit haben die Stewards und die Ex-Fahrer, die hinzugezogen werden, verschiedene Ansichten über die unterschiedlichsten Szenen. Deshalb fallen die Urteile auch so unterschiedlich aus. Lewis Hamilton hat selbst gesagt, dass die Fahrer eine einheitliche Rechtssprechung brauchen, um zu wissen, wie weit sie auf der Strecke gehen können. Deshalb müssen die Stewards den Fahrern auch klar sagen, womit sie noch davonkommen und wofür es welche Strafen gibt», fordert Palmer.

Und schliesslich bleibe nur noch eine leichte Aufgabe zu bewältigen: «Man muss die Regeln letztlich auch befolgen. Klar, das kann kurzfristig einige unbequeme Reaktionen hervorrufen. Doch sobald sich eine einheitliche Rechtssprechung durchgesetzt hat und die Fahrer wissen, was sie dürfen und was bestraft wird, dann wird die Formel 1 fairer, sicherer und besser», ist sich der 28-Jährige sicher.

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