Japan-GP: Das lange Warten auf Taifun Hagibis

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Die Schäden halten sich in Streckennähe noch in Grenzen

Die Schäden halten sich in Streckennähe noch in Grenzen

Der Blick aus dem Hotel-Fenster überrascht: Es regnet zwar und zwischendurch kommt auch etwas Wind auf. Doch von den angekündigten starken Regenfällen und den heftigen Windböen ist noch nicht viel zu sehen.

Zu spüren sind allerdings erst die Vorboten es heftigen Taifuns Hagibis, der den Formel-1-Verantwortlichen und Teams seit Tagen Kopfzerbrechen bereitet. Denn der Wirbelsturm erreicht seinen Höhepunkt den jüngsten Prognosen nach erst um 15 Uhr Ortszeit (8 Uhr MESZ). Derzeit lässt sich das Schmuddelwetter in Streckennähe mit einem regnerischen Herbsttag in Europa vergleichen.

Es regnet zwar – beim nahe gelegenen Flughafen Nagoya wurde in der letzten Stunde eine Niederschlagshöhe von 13 mm gemessen und die Windgeschwindigkeit wurde mit rund 30 km/h beziffert. Doch zum Höhepunkt erwarten die japanischen Meteorologen Windgeschwindigkeiten zwischen 160 und 222 km/h.

Im Journalisten-Hotel in Shiroko scherzen die gelangweilten Kollegen: «In England haben wir an einem normalen Sommertag mehr regen.» Dennoch wird sich kaum einer an die Piste wagen, deren Tore angesichts der Sturmwarnung ohnehin geschlossen bleiben. Aus anderen Teilen von Japan erreichen uns denn auch Bilder, auf denen die zerstörerische Kraft von Hagibis bereits offensichtlich wird.

Der Automobilweltverband FIA wies alle Medienschaffenden am Freitagabend auch noch einmal in einer Extra-Mitteilung an, im Sinne der Sicherheit zu keinem Zeitpunkt des Tages den Versuch zu unternehmen, an die Strecke zu kommen.

Es fahren auch keine Shuttle-Busse zum Suzuka Circuit, und das Pressezentrum bleibt den ganzen Tag geschlossen, wie die Streckenbetreiber nach dem zweiten freien Training betonten.

Dennoch dürften sich ein paar hartgesottene Fotografen nicht davon abhalten lassen, die Auswirkungen des Sturms aus nächster Nähe zu erfassen. Bei der Stippvisite in der Lobby erblicken wir einzelne Kollegen, die mit Kamera und Regenmantel ausgestattet das Hotel verlassen.

Auch wir wagen einen kurzen Spaziergang um das Gebäude, das für den angekündigten Sturm gewappnet wurde. So wurde alles weggeräumt, was nicht niet- und nagelfest verankert ist oder festgezurrt werden kann. Abgesehen davon – und von den bemerkenswert leeren Strassen und Zügen – die immer noch fahren – ist nicht viel vom Ausnahmezustand zu spüren. Dennoch: Angenehm ist es nicht, sodass wir nicht lange im Freien verweilen.

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