Isack Hadjar im Ford Raptor T1+: «Mein anderes Auto ist ein GP-Rennwagen»
Ihr Job bietet den Formel-1-Fahrern immer wieder die eine oder andere Überraschung: Red Bull Racing-Fahrer Isack Hadjar ist ausserhalb von Las Vegas im Dakar-Flitzer Ford Raptor T1+ ausgerückt!
Da soll noch einer sagen, Formel-1-Fahrer seien nicht vielseitig: Red Bull Racing-Fahrer Isack Hadjar hat den Formel-1-Asphalt hinter sich gelassen und ist in eine der härtesten Maschinen im Motorsport gestiegen: in einen Ford Raptor T1+, mit dem Red Bull und Ford bei der Dakar 2026 um den Sieg mitmischen.
Für den 21-jährigen Pariser Hadjar ein eher ungewohntes Terrain: Kein Abtrieb. Keine Ideallinie. Nur rohe Kraft, weicher Sand, unwegsames Gelände und null Spielraum für Fehler. Dies alles ausserhalb von Las Vegas.
Isack erhielt lediglich fünf Trainingsrunden, um den vier Kilometer langen Wüstenkurs zu lernen, bevor er in die heisseste Runde geworfen wurde. Seine Mission: bis auf 15 Sekunden an die Vorgabe von Rallye-Raid-Profi Mitch Guthrie herankommen. Formel 1 gegen Dakar. Präzision gegen Chaos. Asphalt gegen Sand.
Die anspruchsvolle Strecke mit Sprüngen und Klippen brachte den Stallgefährten von Max Verstappen an seine Grenzen. Hadjar nahm zunächst mal neben Guthrie Platz und es dauerte nicht lange bis zum ersten : «Heilige Mutter Gottes!»
Hadjar lobte: «Deine Fahrzeugbeherrschung ist wirklich bewundernswert.» Als Guthrie auf eine Klippe zufuhr, grinste er zu Isack hinüber: «Bereit für das?» Hadjar: «Nicht so richtig.» Später fügte er hinzu: «Was der Kerl mit dem Auto anstellt, ist komplett durchgeknallt.»
Der 29-jährige Kalifornier legte auf dem Kurs eine Zeit von 3:16 min vor. Dann wechselten die beiden Piloten die Plätze, Isack übernahm das Lenkrad, Guthrie wurde zum Zuschauer. Der Franzose musste also im Bereich von 3:30 min liegen, um die Vorgabe zu schaffen.
An Mut mangelte es Isack nicht. Guthrie freundlich: «Da vorne ein wenig vorsichtig, sonst werden wir uns nach vorne überschlagen.»
Aber so schnell liess sich Hadjar nicht beirren, nahm die Kante souverän und begann mit einer 4:20-min-Runde. Dann wurde der WM-Zwölfte der GP-Saison 2025 kecker – und versenkte den Raptor neben die Bahn. Isack: «Ich habe ein wenig spät gebremst.» Guthrie kugelte sich vor Lachen.
Dennoch war die zweite Runde trotz des Missgeschicks schneller (4:18), Hadjar strahlte: «Ich habe selten so viel Spass in einem Auto gehabt.»
Dann zeigte Hadjar eine 3:31, Ziel schon erzielt. Isack bescheiden: «Ohne diesen Kerl hier wäre ich komplett verloren.» Hadjar legte nach: 3:23 min, dann sogar 3:19, nur drei Sekunden hinter dem Amerikaner – Hut ab!
Hadjar: «Das hat solchen Spass gemacht! Irre, wieviel Vertrauen dieses Auto dir gibt.»
Dann ging Isack nochmals auf die Bahn, für quasi eine Quali-Runde. Der letztjährige Racing Bulls-Fahrer zeigte eine 3:18 min. «Einige Passagen waren sehr gut, einige andere habe ich vermasselt. Ich könnte das den ganzen Tag lang machen!»
Erleben Sie mehrere Trainingsrunden und den finalen Zeitlauf in diesem hoch-oktanigen Wettbewerb.
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