Nach Japan-GP: Charles Leclerc und Ferrari vor Strafe

Von Mathias Brunner
Formel 1
Charles Leclerc mit beschädigtem Wagen von Lewis Hamilton

Charles Leclerc mit beschädigtem Wagen von Lewis Hamilton

​Charles Leclerc und Vertreter von Ferrari mussten bei den Rennkommissaren antraben: Die wollen wissen, wie es zur Kollision mit Verstappen kam und warum Leclerc mit ramponiertem Auto weiterfuhr.

Schon in der zweiten Kurve des Grand Prix von Japan hatten sich die Siegchancen von Max Verstappen und Charles Leclerc erledigt: Der Monegasse rutschte mit seinem Ferrari in den Wagen des Niederländers, der Red Bull Racing-Honda-Star musste später aufgeben, Leclerc fuhr Rang 6 heraus. Ob er den behalten kann, darüber müssen die Rennkommissare Gerd Ennser (Deutschland), Dennis Dean (USA), Tom Kristensen (Dänemark) und Yasuhiro Yodono (Japan) entscheiden.

Zunächst flimmerte in Japan über die Bildschirme: Keine weitere Aktion nötig wegen Leclerc gegen Verstappen. Aber dann sahen sich die Regelhüter die Szene nochmals an und kamen zum Schluss, dass hier vielleicht doch Handlungsbedarf besteht.

Die Gegner fanden auch nicht lustig, dass Leclerc mit beschädigtem Auto weiterfuhr und dem dahinter fahrenden Lewis Hamilton prompt Teile des Ferrari um die Ohren flogen. Der Engländer schimpfte am Funk: «Wieso holt man Leclerc nicht an die Box?»

Leclerc entschuldigte sich für den Unfall mit Verstappen so: «Ich rutschte untersteuernd in den Wagen von Max, leider konnte ich die Berührung nicht verhindern. Ich muss mir das nochmals im Detail anschauen, aber im Wagen war das eine sehr knifflige Situation.»

«Nach der Kollision war mir klar, dass auf mich ein schwieriger Nachmittag zukommen würde. Ich hatte einige gute Überholmanöver, aber natürlich ist Rang 6 nicht die Art und Weise, wie ich das Rennen beenden wollte. Nach den Vorkommnissen in der ersten Runde glaube ich jedoch, dass wir nicht viel mehr aus dem Rennen hätten herausholen können.»

«Wir hatten im Abschlusstraining einen schönen Speed, aber im Rennen konnten wir das nicht umsetzen. Wir müssen alles besser machen, wenn wir Mercedes schlagen wollen. Darauf sollten wir uns nun konzentrieren. Das grösste Problem heute war der Start, da standen wir sofort mit dem Rücken zur Wand.»

Auf die Frage, ob er mit einer Strafe rechne, meinte der Sieger von Belgien und Italien: «Ich weiss es nicht.»

Auch Vertreter von Ferrari müssen sich bei den Regelhütern erklären: Die Italiener werden vorbringen müssen, wieso sie Leclerc trotz arg beschädigten Autos nicht an die Box holten.

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