Valtteri Bottas: Sein WM-Plan gegen Lewis Hamilton

Von Mathias Brunner
Formel 1
Valtteri Bottas in Japan

Valtteri Bottas in Japan

​Nur einer von diesen beiden kann noch Formel-1-Weltmeister 2019 werden: Lewis Hamilton (338 Punkte) oder Valtteri Bottas (274). Der dreifache Saisonsieger Bottas macht sich in Mexiko selber Mut.

Valtteri Bottas hat nichts mehr zu verlieren. Der Finne liegt in der WM so weit hinter seinem Mercedes-Stallgefährten, dass sich Hamilton bereits beim viertletzten Saisonrennen hier in Mexiko erneut zum Champion machen kann, so wie das dem Briten 2017 und 2018 gelungen ist. Der dreifache Saisonsieger Bottas liegt 64 Punkte hinter dem Engländer, und so richtig glaubt niemand, dass dem wackeren Valtteri in Mexiko, den USA, Brasilien und Abu Dhabi eine sensationelle Wende gelingt.

Niemand? Nicht ganz, denn Bottas selber denkt nicht daran aufzugeben. «Zunächst einmal werde ich versuchen, Hamilton am Titelgewinn hier in Mexiko zu hindern», sagt der 30jährige Finne. Am besten geht das so wie in Suzuka, wo Valtteri nach einem wahren Raketenstart zum Sieg gerast ist.

Bottas weiter: «Aber im Grunde ändere ich an meiner Vorgehensweise nichts. Um das Beste aus mir herauszuholen, arbeite ich mit meinen Jungs so hart wie immer, wir trachten nach der idealen Abstimmung – es gibt hier keine Magie, der Schlüssel liegt in harter Arbeit.»

«Mir ist auch klar, dass ich ein wenig Glück brauchen werde, um Titelchancen zu bewahren. Denn Lewis fährt die ganze Saison über auf sehr hohem Niveau. Mir würde jetzt kein Rennen einfallen, in dem er einen Hänger hatte. Aber ich denke eigentlich nicht über ihn nach, ich konzentriere mich lieber auf unsere Seite der Box. An der Ausgangslage kann ich ohnehin nichts ändern. Aber am Ergebnis hier in Mexiko kann ich sehr wohl etwas ändern.»

Die Silberpfeile waren in den letzten Jahren im Autódromo Hermanos Rodríguez nicht so scharf wie auf anderen Pisten. Bottas meint: «Wir sind in diesem Jahr weiter, was das Reifenverständnis angeht. Aber wie das dieses Mal aussieht, ist schwer zu sagen. Für mich steht nur eines fest – wir werden ein ganz starkes Ferrari erleben. Aber ich weiss aus Japan: Wir haben ein starkes Rennauto, verstecken müssen wir uns vor niemanden.»


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