Alex Albon, Red Bull Racing: Gründe für seine Unfälle

Von Adam Cooper
Formel 1
Albon in der Pistenbegrenzung, vorne rauscht Verstappen

Albon in der Pistenbegrenzung, vorne rauscht Verstappen

​Mexiko: Wieder ein Crash von Alex Albon, der dritte im freien Training oder Qualifying, nach Singapur und Russland. Ist das ein Zeichen dafür, dass der Druck für den Thai-Briten zu gross ist?

Ein Red Bull Racing-Honda raste zur Trainingsbestzeit in Mexiko, unter Max Verstappen, ein anderes Auto musste neu aufgebaut werden – jenes von Alexander Albon. Der Thai-Brite hat nun zum dritten Mal an vier GP-Wochenenden im freien Training oder im Qualifying sein Auto zerknüllt, nach Singapur und Russland nun auch hier in Mittelamerika.

In den Rennen kämpft sich der Londoner jeweils wieder zurück. Seit er von Red Bull ins grössere Formel-1-Team geholt worden ist, bedankt er sich mit regelmässigen Spitzenergebnissen – Fünfter in Belgien, Sechster in Italien und Singapur, Fünfter in Russland, Vierter in Japan. Das konnte sein Vorgänger Pierre Gasly nicht.

Albon gibt zu: «Natürlich machen meine Unfälle keinen guten Eindruck, aber ich hatte schon mit dem Toro Rosso-Honda ein paar haarige Momente. Ich attackiere eben, und manchmal fahre ich dabei über dem Limit. Dann bezahle ich dafür einen Preis.»

«Für mich selber ist es wichtig, wie ich diese Unfälle verdaue und ob ich das im Rennen wettmachen kann. Bislang ist mir das gelungen. Mein Selbstvertrauen leidet offenbar nicht.»

Der 23-Jährige dementiert, dass der Druck bei Red Bull Racing-Honda zu gross sei, seitens Team-Führung oder durch den bärenstarken Max Verstappen: «Nein, diesen Druck spüre ich nicht. Ganz im Gegenteil bekomme ich sehr viel Unterstützung. Sie wissen, dass ich alles versuche, und wenn ich von der Bahn segle, dann passiert das, weil ich schnell bin. Mir wäre auch lieber, das würde nicht passieren, da merke ich hin und wieder, wie wenig Erfahrung ich in der Formel 1 habe und dass ich den Wagen erst in Belgien kennenlernte. Sonst aber bin ich ganz zufrieden.»

Nach dem Unfall vom Freitag fuhr Albon den soliden fünften Startplatz heraus. «Aber ich bin enttäuscht – das war okay, mehr nicht. Wegen meines Unfalls fehlte mir die Erfahrung aus dem zweiten freien Training, im dritten war die Bahn weitgehend feucht, das hat auch nicht geholfen. Vor diesem Hintergrund ist Rang 5 passabel.»

«Max hat gezeigt, wie gut unser Auto hier ist. Daher schätze ich – das ist meine bislang beste Gelegenheit, es vielleicht erstmals in meiner Formel-1-Karriere aufs Siegerpodest zu schaffen. Der Wagen ist dazu fähig, jetzt liegt es an mir.»


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