Kimi Räikkönen: Nur knapp an der Sensation vorbei

Von Andreas Reiners
Formel 1
Kimi Räikkönen kam kurz hinter Carlos Sainz ins Ziel

Kimi Räikkönen kam kurz hinter Carlos Sainz ins Ziel

Das Chaosrennen in Brasilien hat für einige Überraschungen gesorgt. Kimi Räikkönen wäre in der Schlussphase fast noch auf dem Podium gelandet.

Am Ende war es eine halbe Sekunde. Ein Wimpernschlag, mehr nicht. Wie Rennfahrer so sind, können sie das leicht negative Gefühl trotz des Jubels nicht unterdrücken.

Für Kimi Räikkönen war der vierte Platz beim Brasilien-GP das beste Ergebnis mit Alfa Romeo in dieser Saison. Es war vor allem das Ende einer langen Durststrecke, der Finne hatte zuletzt im Sommer in Ungarn gepunktet, blieb sieben Rennen ohne Zähler.

Deswegen war die Erleichterung natürlich groß. «Es ist großartig, endlich als Team unser bestes Saisonergebnis feiern zu können. Es war ein positiver Tag und endlich konnten wir das Ergebnis erzielen, für das wir so hart gearbeitet haben. Wir blieben die meiste Zeit des Rennens für uns allein, waren aber am Ende mitten im Geschehen», sagte er.

In der chaotischen Schlussphase wurden beide Alfa Romeo nach vorne gespült. Eigentlich kämpfte Räikkönen mit Carlos Sainz im McLaren um Platz vier, doch nachdem Lewis Hamilton bestraft wurde, wäre es unter dem Strich Rang drei geworden, wenn er Sainz noch überholt hätte. Am Ende fehlte besagter Wimpernschlag.

«Ich bin enttäuscht, dass wir nicht an Sainz vorbeikommen konnten: Wir hatten das Tempo, haben zweimal einen guten Lauf gegen ihn hingelegt, konnten aber nicht vorbeikommen. Aber man will ja immer etwas mehr: Am Ende ist es gut, mit beiden Autos dicke Punkte zu sammeln», sagte er.

Räikkönens Teamkollege Antonio Giovinazzi wurde Fünfter und rundete das starke Ergebnis für Alfa Romeo ab.

«Was für ein tolles Rennen, es war eine fantastische Art, meinen Vertrag für das nächste Jahr mit zwei Autos in den Punkten zu feiern», sagte Giovinazzi, der vor dem Brasilien-GP als Fahrer für die nächste Saison bestätigt wurde.

«Die letzten zehn Runden waren verrückt, es war ziemlich intensiv, aber wir haben es geschafft, vorne zu bleiben. Alle im Team haben wundervolle Arbeit geleistet und wir können mit unserer Arbeit sehr zufrieden sein. Wir verbessern uns von Rennen zu Rennen und können uns jetzt auf Abu Dhabi konzentrieren und die Saison richtig beenden.»


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