Kimi Räikkönen: «Damals hatte ich die Nase voll»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

Formel-1-Star Kimi Räikkönen hätte nicht gedacht, dass er auch noch als 40-Jähriger in der Startaufstellung der Königsklasse steht. Der Alfa Romeo-Pilot betont, er sei nur dank seiner zweijährigen GP-Pause noch dabei.

In Brasilien bestritt Kimi Räikkönen seinen 311. GP-Einsatz und diesen beendete der Weltmeister von 2007 auf dem starken vierten Platz. Der Iceman stellte damit einmal mehr unter Beweis, dass er auch nach mehr als 18 Formel-1-Jahren mit den jungen Talenten des Sports mithalten kann. Dabei wundert er sich selbst über seinen langen Verbleib im GP-Zirkus, wie er im Yahoo-Sport-Interview verrät: «Hätte mir jemand in meinen frühen Tagen gesagt, dass ich noch mit 40 in der Formel 1 fahren würde, dann hätte ich das wohl nicht geglaubt.»

Zunächst habe sich in seiner Karriere nämlich alles darum gedreht, eine gute Performance zu zeigen und damit den Verbleib in der Königsklasse zu sichern. «Ja, ich hatte 2001 einen Vertrag über drei Jahre, zwei Jahre plus eine weitere Saison als Option, aber meine Karriere war noch jung und das Ziel war es, eine gute Leistung zu zeigen und zu schauen, was dann passiert. Aber selbst mit 27 oder 28 Jahren hätte ich kein Geld darauf verwettet, mit 40 noch dabei zu sein», bestätigte der 21-fache GP-Sieger.

Dass er heute noch für das Alfa Romeo Racing Team ins Steuer greift, liegt nicht zuletzt an seiner zweijährigen Pause, die er 2010 und 2011 einlegte, um sich die Zeit mit Rallye-WM-Einsätzen zu vertreiben. «Wenn ich damals nicht gegangen wäre, dann wäre ich heute nicht mehr hier, denn ich hatte damals die Nase voll. Nicht vom Rennfahren, aber von den politischen Spielchen und dem ganzen Nonsens.»

Die Freude an der Rennfahrerei ist noch da – und auch im nächsten Jahr wird Kimi für den Rennstall auf Hinwil auf WM-Punktejagd gehen. Was danach geschieht, steht noch in den Sternen, denn der Finne plant nicht so weit voraus. Auf die Frage, ob er auch nach der Regeländerung auf die Saison 2021 hin dabei sein wird, winkt er ab: «Das ist noch so weit weg. Ich hoffe, dass die neuen Regeln funktionieren, und zwar nicht nur für die Fahrer, sondern für alle. Was mich betrifft: Ich weiss nicht, ob ich dann noch dabei sein werde, denn meine Pläne gehen nie über das nächste Jahr hinaus. Mal schauen.»

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