Ferrari: Keine dicke Luft mehr nach Brasilien-Crash

Von Vanessa Georgoulas
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Die peinliche Ferrari-Kollision von Brasilien beschäftigt die Experten und Fans auch Tage nach dem zweitletzten Kräftemessen der Saison. Innerhalb der Scuderia hat man allerdings alle Fragen zum Crash geklärt.

Das folgenschwere Aufeinandertreffen der roten Renner aus Maranello ereignete sich kurz vor dem Ende des Brasilien-GP: Sebastian Vettel versuchte, einen gelungenen Überholversuch seines Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc zu kontern, wobei sich die beiden Autos leicht berührten. Das reichte, um einen derart grossen Schaden an beiden Rennern zu verursachen, dass die beiden Teamkollegen ausfielen – ein Desaster für die Scuderia.

Der Unfall des vierfachen Weltmeisters und des Ferrari-Nachwuchsstars bestimmte nach dem zweitletzten WM-Lauf des Jahres die Diskussionen. Auch viele ehemalige Formel-1-Piloten äusserten sich zum peinlichen Doppelnuller des ältesten GP-Rennstalls der Welt. So erklärte etwa Ralf Schumacher: «Ich glaube, dass es intern eine harte Diskussion geben wird, weil auch Binotto langsam unter Druck geraten wird. Schliesslich hat man bei Ferrari andere Sorgen, als dass sich die Teamkollegen permanent in irgendeiner Form streiten und beharken.»

Und GP-Veteran David Coulthard prophezeite: «Ich glaube, Teamchef Mattia Binotto hat genügend Stärke und Charakter, um den beiden klar zu machen – das ist nicht akzeptabel. Die ganze Situation ist äusserst heikel. Aber Fakten sind Fakten, die lassen sich nicht leugnen, sonst ist dieses Arbeitsverhältnis beendet. Was passieren wird? Ich schätze, sie werden sich die Hände reichen.»

Jacques Villeneuve forderte seinerseits: «Jetzt muss Ferrari im Sinne des Teams handeln. Den Piloten komplette Freiheit zu überlassen, das ist ein hehres Ziel und grundsätzlich zu begrüssen, aber die Piloten müssen diese Freiheit klug nutzen und dürfen sie nicht missbrauchen, so wie das Vettel und Leclerc in Brasilien getan haben.»

Bei Ferrari wurde der Zwischenfall ausgiebig diskutiert, die Fahrer standen seither wie üblich täglich mit Teamchef Mattia Binotto in Kontakt, auch wenn es kein offizielles Krisentreffen oder eine Videokonferenz gab. Dennoch vermeldete ein Teamsprecher, dass man die Angelegenheit geklärt habe und nun nach vorn blicke, denn in der nächsten Woche steht das Saisonfinale in Abu Dhabi auf dem Programm.

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