Brawn: Verwirrende Signale

Von Mathias Brunner
Ross Brawn bei den Testfahrten in Barcelona.

Ross Brawn bei den Testfahrten in Barcelona.

Letzte Woche sagte Ross Brawn: «Ich habe Honda das Team abgekauft.» Inzwischen wird der scheinbare Alleingang relativiert.

Letzte Woche noch sprach Teamchef Ross Brawn in der Einzahl, als er festhielt: «Ich habe Honda das Team abgekauft.»

Heute klingt das anders. Im Rahmen der Testfahrten von Barcelona unterstrich Brawn die Rolle von Geschäftsleiter Nick Fry. Auch das seit längerem kolportierte Gerücht, wonach ohne Honda die Tage von Fry gezählt seien, zerstäubt Brawn: «Nick ist ein ganz wichtiges Mitglied dieses Rennstalls, und das bleibt er auch. Er war massgeblich am Zustandekommen dieses Deals beteiligt.»

Brawn lobte auch die Bemühungen von Nigel Kerr (Chef von Honda-GP Ltd., der Rennabteilung von Honda), Caroline McGrory (Anwältin) und John Marsden (Personalchef).

Das ist nicht das einzig Seltsame. Brawn hält gegenüber den Kollegen von «Autosport» auch fest, er hätte gar keine andere Wahl als das Management-Buyout gehabt. Andernfalls das Team keine Zukunft mehr gehabt hätte. Der frühere Wegbegleiter von Michael Schumacher bei Ferrari erwähnt mit keiner Silbe, dass «Mr. Formula One» Bernie Ecclestone sich am Rennstall beteiligten und dass Virgin-Chef Richard Branson einsteigen wollte.

Immerhin ist eines nun weniger von Geheimnissen umrankt: die weiss-gelb-schwarze Bemalung des Brawn BGP001. Ross: «Wir suchten nach einer freundlichen, neutralen Lackierung, welche uns in Sachen künftiger Partner alle Möglichkeiten offen lässt.»

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