Lewis Hamilton zu Mario Andretti: Pure Ignoranz

Von Mathias Brunner
Mario Andretti, Jeff Gordon und Lewis Hamilton 2015

Mario Andretti, Jeff Gordon und Lewis Hamilton 2015

​Die US-amerikanische Rennlegende Mario Andretti (80) findet, Politik und Sport lassen sich nur schwer vermischen. Er bezeichnete Lewis Hamilton als militant. Nun kommt die Retourkutsche.

Knatsch zwischen der US-amerikanischen Motorsportlegende Mario Andretti (35) und dem sechsfachen Formel-1-Champion Lewis Hamilton. Im Rahmen eines Interviews mit der chilenischen Zeitung «El Mercurio» hatte Andretti dargelegt, dass sich Politik und Sport erfahrungsgemäss nur schwer vermischen lassen. Dem Formel-1-Weltmeister von 1978 ist sauer aufgestossen, wie vehement Lewis Hamilton seine Fahrerkollegen, die Rennställe und die Formel 1 zum Handeln gegen Rassismus auffordert. Andretti bezeichnete Hamilton in dessen Arbeit sogar als militant.

Die Retourkutsche kam postwendend. Auf Instagram macht der Mercedes-Star klar, wie ernüchternd er die Einstellung von Andretti findet. «Es ist enttäuschend, doch leider Realität, dass viele Menschen der älteren Generation nicht aus ihrer Haut können, um zu erkennen, dass wir ein Problem haben. Das ist pure Ignoranz. Aber das wird mich nicht daran hindern, weiter für Änderungen zu kämpfen.»

«Es ist nie zu spät, etwas dazu zu lernen. Und ich hoffe, dass dieser Mann – den ich immer geschätzt habe – sich ein wenig Zeit nimmt, um sich besser zu informieren.»

Andretti war bei seinem Interview der Ansicht, dass die Rassismus-Debatte grösser geworden sei als notwendig. «Ich spüre viel Hochachtung für Lewis, aber wieso muss er zu einem Militanten werden? Er wurde doch immer akzeptiert, er hat sich jeden Respekt erarbeitet. Hier wird teilweise ein Problem geschaffen, wo es keines gibt. Den Mercedes schwarz zu lackieren – ich weiss jetzt nicht, was das Gutes bewirken soll.»

«Ich habe Rennfahrer von ganz unterschiedlicher Herkunft getroffen, und alle wurden immer mit offenen Armen empfangen. Im Rennsport spielt Hauptfarbe keine Rolle. Du musst dir deinen Platz mit Ergebnissen verdienen, und das ist für alle das gleiche. Ja, schwarze Fahrer sind im Motorsport in der Minderheit, aber das bedeutet doch nicht, dass sie nicht willkommen sind.»

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