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FP1 Bahrain: Klagen von Champion Max Verstappen

Von Vanessa Georgoulas
Daniel Ricciardo drehte im ersten freien Training auf dem Bahrain-Rundkurs die schnellste Runde

Daniel Ricciardo drehte im ersten freien Training auf dem Bahrain-Rundkurs die schnellste Runde

Das erste freie Formel-1-Training in Bahrain fand bei nicht sehr repräsentativen Bedingungen auf dem Bahrain-Rundkurs statt. Daniel Ricciardo durfte die Bestzeit bejubeln, die Stars der Szene hielten sich zurück.

Nur wenige Tage nach dem Ende der Vorsaison-Testfahrten durften die GP-Stars bei 19 Grad Celsius Aussen- und 35 Grad Streckentemperatur auf dem Bahrain International Circuit zum ersten freien Training der neuen Saison ausrücken. Die Zuschauer mussten sich nicht lange gedulden, denn schon in der ersten Minute rückten die ersten Fahrer auf den Wüstenkurs aus.

Die erste Rundenzeit liess sich Nico Hülkenberg gutschreiben, der Haas-Pilot legte die 5,412 km auf der Medium-Reifenmischung (C2) in 1:38,955 min zurück und wurde entsprechend schnell durchgereicht. Der Erste, der Probleme bekundete, war Sauber-Pilot Guanyu Zhou, der wegen Sorgen mit den Bremsen gleich wieder an die Box abbiegen musste.

Nach den ersten zehn Minuten drehte auch Max Verstappen seine erste schnelle Runde und setzte sich mit 1:33,900 min an die Spitze. Hinter ihm reihte sich sein Red Bull Racing-Teamkollege Sergio Pérez ein, der auch auf der Medium-Mischung Gas gab und 84 Tausendstel über der Zeit des Niederländers blieb. Die Fahrer hatten mit dem ziemlich starken Wind zu kämpfen, der für einige Ausritte sorgte, etwa von Ferrari-Pilot Charles Leclerc, der in Kurve 4 neben die Strecke gerät.

Obwohl Verstappen gleich auf Anhieb die Führung übernehmen konnte, fiel sein Urteil über seinen Rennwagen nicht gut aus. «Alles ist schlecht, wir sind Meilen weg», klagte der Champion am Funk, während Lewis Hamilton seine zweite Ausfahrt in Angriff nahm. Der siebenfache Weltmeister schob sich mit nur 25 Tausendstelsekunden Rückstand auf die Verstappen-Zeit auf Platz 2.

Sein Mercedes-Teamkollege George Russell schaffte es kurz darauf mit 1:33,749 min an die Spitze des Zeitenmonitors, doch die Freude darüber währte nicht lange, denn Verstappen legte mit 1:33,535 min nach. Auch Pérez konnte sich verbessern und zwischen die beiden Mercedes-Piloten auf den dritten Platz schieben.

Weltmeister mit Sorgen

Hülkenberg verbremste sich kurz vor Ablauf des ersten Drittels in der zehnten Kurve, während Verstappen seine Unzufriedenheit über das Fahrverhalten seines RB20 präzisierte und berichtete, dass der GP-Renner sowohl beim Schalten hüpfe. Das Weltmeister-Team kümmerte sich daraufhin gleich in der Box um die Sorgen des Dauersiegers.

Nach den ersten 20 Minuten lautete die Reihenfolge Verstappen vor Russell, Pérez, Hamilton, Fernando Alonso, Charles Leclerc, Carlos Sainz, Lando Norris, Lance Stroll, Daniel Ricciardo, Yuki Tsunoda, Alex Albon, Valtteri Bottas, Oscar Piastri, Esteban Ocon, Logan Sargeant, Pierre Gasly, Zhou, Kevin Magnussen und Hülkenberg.

McLaren-Hoffnung Piastri war der Erste, der kurz vor Halbzeit auf den weichen Reifen ausrückte und mit 1:33,113 min eine neue Messlatte für den Rest des Feldes legte. Sein Teamkollege Norris tat es ihm gleich und drückte die Bestmarke auf 1:32,901 min. Einige Fahrer folgten ihrem Beispiel und bald übernahm Ricciardo mit 1:32,869 min die Führung. Auch sein Stallgefährte Tsunoda verbesserte sich und übernahm mit etwas mehr als drei Zehnteln Rückstand die vierte Position.

20 Minuten vor dem Ende der Session rückte der mittlerweile durchgereichte Verstappen noch einmal auf den mittelharten Reifen aus und verbesserte sich auf die fünfte Position. Die meisten Piloten verzichteten bei den für das Rennen und Qualifying nicht sehr repräsentativen Bedingungen auf eine Fahrt auf der weichsten Mischung, neben den Racing Bulls-Stars und McLaren-Fahrern waren nur die beiden Sauber-Piloten auf der rot markierten Mischung unterwegs.

Die Haas-Piloten Hülkenberg und Magnussen holten sich frische Reifen ab, waren aber ganz offensichtlich im Renntrimm unterwegs und entsprechend weit von der Bestzeit entfernt. Beide belegten auch in den letzten zehn Minuten die letzten Ränge.

Im hinteren Teil des Feldes waren auch die beiden Alpine-Teamkollegen unterwegs, sie kämpften mit dem Fahrverhalten ihres Dienstwagens, das gemäss Ocon «nicht konstant» ausfiel. Sein Renningenieur vermutete, dass dies mit dem starken Wind zu tun hatte, der den GP-Stars weiterhin das Leben schwer machte.

Verstappen beklagte sich auch in den letzten Minuten über Schaltprobleme, am Ende belegte der Champion den sechsten Platz. Über die Bestzeit durfte sich Ricciardo freuen, Norris, Piastri, Tsunoda und Alonso komplettierten die Top-10.

1. Training, Bahrain

01. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, 1:32,869 min
02. Lando Norris (GB), McLaren, 1:32,901
03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:33,113
04. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:33,183
05. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:33,193
06. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:33,238
07. George Russell (GB), Mercedes, 1:33,251
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:33,268
09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:33,302
10. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, 1:33,354
11. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:33,385
12. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:33,413
13. Alex Albon (T), Williams, 1:33,583
14. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:33,868
15. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, 1:33,923
16. Logan Sargeant (USA), Williams, 1:34,213
17. Esteban Ocon (F), Alpine, 1:34,807
18. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:35,144
19. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:37,477
20. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:37,938


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