F1-Zukunft: Auf Wiedersehen, Europa

Von Mathias Brunner
Formel 1
Formel-1 - Russland

Formel-1 - Russland

Der Trend der letzten Jahre bestätigt sich: Die Formel 1 zieht mehr und mehr weg aus der Alten Welt.

Kommende Woche soll der Weltrat des Autoverbands FIA das Formel-1-Programm 2013 abnicken.

Der erste Entwurf von F1-Promoter Bernie Ecclestone bestätigt den Trend der letzten Jahre: Die Formel 1 wendet Europa zusehens den Rücken. Nach dem Aus für den Valencia-GP stehen nur noch sieben Grands Prix in der Alten Welt auf dem Programm – Barcelona, Monte Carlo, Silverstone, Hockenheim, Budapest, Spa-Francorchamps und Monza, so wenig wie noch nie in der modernen F1-Historie.

Dafür gibt es erstmals drei WM-Läufe in Nordamerika seit 1984 (damals Montreal, Detroit und Dallas), 1982 gab es sogar vier Rennen in Nordamerika (Long Beach, Montreal, Detroit und Las Vegas).

Der asiatisch-pazifische Raum hat Europa eingeholt: Melbourne, Sepang, Shanghai, Singapur, Suzuka, Yeongam, Noida.

Mit zwei Rennen ist der Mittlere Osten angemessen abgedeckt (Abu Dhabi, Bahrain), mehr Rennen sind dort nicht geplant.

Noch ist unklar, wie der schlaue Ecclestone 2014 den Russland-GP in Sochi einbetten will, sofern die Rennställe nicht mehr als 20 WM-Läufe akzeptieren. Die meisten Insider glauben: die Zahlungs-Unwilligkeit der Koreaner wird Yeongam das Rennen kosten. Ebenso ungewiss ist auch, welche Zukunft der Frankreich-GP hat. Dem nationalen Verband liegen Projekte für WM-Läufe in Le Castellet und Magny-Cours vor. Beide Dossiers verbindet, dass die Finanzierung nicht gesichert ist.

Promoter aus Mexiko und Argentinien geben sich im Londoner Büro von Ecclestone die Klinke in die Hand. Aber auch hier stellt sich die Frage, wie das ins Programm eingebettet werden könnte. Ecclestone will den Kalender mittelfristig auf 22, später auf 25 Rennen ausbauen.

Die Teamchefs stöhnen über solche Ideen: Die Belegschaft ist jetzt schon am Anschlag. Nur Toro-Rosso-Chef Franz Tost schmunzelt: «Am liebsten wäre es mir, wenn wir auch an Heilig’ Abend und Neujahr fahren würden …»

Die vorgeschlagenen Termine 2013
17. März: Melbourne (Australien)
24. März: Sepang (Malaysia)
14. April: Shanghai (China)
21. April: Sakhir (Bahrain)

12. Mai: Barcelona (Spanien)
26. Mai: Monte Carlo (Monaco)
9. Juni: Montreal (Kanada)
16. Juni: New Jersey (USA) *
30. Juni: Silverstone (Grossbritannien)
21. Juli: Hockenheim (Deutschland)
28. Juli: Budapest (Ungarn)
1. September: Spa-Francorchamps (Belgien)
8. September: Monza (Italien)
22. September: Singapur *
6. Oktober: Suzuka (Japan)
13. Oktober: Yeongam (Südkorea) *
27. Oktober: Noida (Indien)
3. November: Yas Island (Abu Dhabi)
17. November: Austin (USA)
24. November: São Paulo (Brasilien)

* provisorisch

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