Vettel: Kosten 28 Tausendstel den Ungarn-Sieg?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel: Wie angreifbar ist er auf dem Weg zur ersten Kurve?

Sebastian Vettel: Wie angreifbar ist er auf dem Weg zur ersten Kurve?

Weltmeister Sebastian Vettel verpasste haarscharf die Hungaroring-Pole, nun muss er von der schmutzigen Pistenseite losfahren. Rächt sich das am Sonntag-Nachmittag?

Der Teufel liegt ganz besonders in der Formel 1 im Detail. «Mit Wenn, Hätte und Aber holt man eben in der Formel 1 keine Pole heraus», meinte Sebastian Vettel scheinbar gleichmütig nach dem Abschlusstraining. «Ich bin sicher, auch Lewis Hamilton hätte auf seiner Pole-Runde noch Zeit gefunden.» Die Stoppuhr sagt: Es fehlten ganze 28 Tausendstelsekunden, aber die könnten Vettel im Ungarn-GP teuer zu stehen kommen.

BBC- und SPEEDWEEK-Technikexperte Gary Anderson erklärt: «Wir haben hier die längste Anfahrt zur ersten Kurve aller gegenwärtigen Formel-1-Strecken. Wer gut wegkommt, kann hier gewaltig Boden gut machen. Und die schmutzige Seite der Bahn ist dabei bestimmt keine Hilfe.»

Vettel muss als Zweiter von dieser schmutzigen Seite losfahren, Fernando Alonso (als Fünftschnellster im Abschlusstraining) kann hingegen die Vorteile der sauberen Seite nutzen. Kein Team startet in der Regel so gut wie die beiden Wagen von Ferrari. Sebastian Vettel ist angreifbar, davon ist auch Alonso überzeugt: «Ich will Sebastian gleich nach dem Start packen, ich halte das für machbar.»

Allerdings: Drei der fünf letzten Sieger des Ungarn-GP sind von der schmutzigen Seite gestartet, rennentscheidend ist die Ausgangsposition also nicht.

Vettel grinst: «Man kann sich da tausend verschiedene Szenarien ausdenken, und dann kommt es meist sowieso anders als man denkt.»

Und was ist mit Alonso? Vettel: «Generell sind die Zeiten im freien Training immer etwas schwierig einzuschätzen, weil die Autos mit unterschiedlicher Benzinlast unterwegs sind. Aber generell ist es sicher nicht falsch zu sagen: Ferrari ist im Rennen stark. Nichts anderes erwarte ich auch von ihnen.»

Und wenn es denn doch nichts wird mit dem ersten GP-Sieg auf dem Hungaroring? Sebastian: «Es wäre vermessen, mit einem zweiten Rang unzufrieden zu sein. Das gilt fürs Training wie fürs Rennen.»

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