Hülkenberg: «Haben wir ein Abo auf Rang 11?»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Hülkenberg auf dem Weg zu Rang 11 – wieder einmal

Nico Hülkenberg auf dem Weg zu Rang 11 – wieder einmal

Die Elf ist nur im Fussball die gewünschte Zahl, wie man zur entscheidenden Partie antreten will. Sauber hat diesen Platz in der Formel 1 scheinbar abonniert.

Nico Hülkenberg wundert sich: «Wir sind mit rund drei Hundertsteln wieder knapp an Q3 vorbei geschrammt, anscheinend habe ich ein Abonnement auf den elften Platz.»

Tatsächlich qualifizierte sich Nico schon beim WM-Beginn in Australien als Elfter (konnte dann aber wegen eines lecken Tankes nicht starten), in Monaco gab es ebenfalls Startplatz 11. Im Rennen eroberte Hülkenberg den undankbarsten aller Ränge in Monaco und Ungarn. Nico weiter: «Es war wegen der wechselnden Verhältnisse ein anspruchsvolles Qualifying. Q1 war nass, was immer Spass bereitet, und ich denke, wir haben einen guten Job gemacht (Hülkenberg war Neuntschnellster, M.B.). Rang 11 ist keine üble Ausgangsposition fürs Rennen morgen.» Das Ziel ist klar – so viele Punkte als möglich.

Teamchefin Monisha Kaltenborn: «Unser Resultat widerspiegelt unser Potenzial nicht. Wir sind hier unseren direkten Konkurrenten nähergekommen. Deshalb bin ich mit dem Resultat unzufrieden, zumal wir erneut Quali 3 nur um wenige Hundertstelsekunden verpasst haben (es fehlten ganze 13 Tausendstelsekunden auf den späteren Pole-Mann Lewis Hamilton, M.B)

Esteban Gutiérrez’ Zeit bei Sauber läuft aus. Wenn der junge Sergey Sirotkin in die Formel 1 gehievt werden soll, dann werden die Schweizer kaum den Fehler machen, mit Sirotkin und Guitérrez anzutreten. Dennoch erwartet Monisha Kaltenborn vom Mexikaner endlich eine Steigerung. Die kam, aber nur im freien Training. Da liess Esteban mit Rang 7 aufhorchen. Als es um die Wurst ging, schied Gutiérrez jedoch zum achten Mal (von elf Abschlusstrainings) im ersten Quali-Segment aus.

Esteban: «Wir haben zu früh auf den zweiten Satz Intermediate-Reifen gewechselt, das war die falsche Entscheidung. Die Strecke trocknete ab, und die Reifen waren nach einer Runde hinüber. Es gibt nicht viel, was wir hätten tun können. Die Entscheidung war gefallen, und ich habe versucht, das Beste aus dem herauszuholen, was ich hatte. Unter diesen Wetterbedingungen kommt es auf die richtige Strategie an. Morgen wird wohl genauso ein Mischmasch.»


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