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Alain Prost: «Harte Zeiten für dumme Rennfahrer»

Ex-Weltmeister Alain Prost kennt die Tücken von Turbomotoren und glaubt, dass nur die Fahrer, die intelligent genug sind, sich schnell anzupassen, auch mit den neuen Aggregaten gut zurechtkommen werden.

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Nur noch zwei Rennen sind in diesem Jahr zu fahren, danach haben auch die gewohnten V8-Saugmotoren ausgedient und eine neue Ära der Turbomotoren beginnt. Renault-Markenbotschafter Alain Prost, der in den 1980er Jahren bereits mit Turbomotoren gefahren ist, erklärte am Wochenende in Abu Dhabi schon einmal die Besonderheiten der Fahrweise mit den neuen Hybrid-Turbomotoren, die ab nächstem Jahr eingesetzt werden.

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Die Grundaussage des Franzosen war klar: Intelligente Fahrer, die sich und ihren Fahrstil anpassen können und fleißig lernen, wie sie das Meiste aus den neuen Aggregaten herausholen können, werden einen Vorteil gegenüber den weniger eifrigen und weniger intelligenten Konkurrenten haben. "Es war schon immer so, dass Fahrer, die Erfolg haben wollen, auch intelligent sein müssen", sagte der 58-Jährige. "Wenn man dann auch noch neue Technologien hat wie die, die jetzt kommt, muss man daran arbeiten. Man muss sich mehr einsetzen. Auch der Fahrstil könnte einen großen Einfluss haben. Da muss man sich anpassen und das wird nicht einfach. Wenn man das nicht versteht, wird man Probleme bekommen."

Davon abgesehen, dass die neuen Motoren viel mehr Einstellungsmöglichkeiten bieten werden, als die aktuellen Triebwerke, die der Fahrer selbst bedienen muss – was auch die Rennstrategie entscheidend beeinflussen wird – kann nächstes Jahr ein Versagen des Hybridsystems dazu führen, dass man es nicht bis ins Ziel schafft. Fällt jetzt KERS aus, bedeutet das zwar einen Leistungsverlust, der vielleicht 0,5 Sekunden pro Runde kostet, nächstes Jahr wird dieser Verlust aber weit größer sein, selbst wenn ein "Schongang" den Fahrer noch bis ins Ziel retten kann.

Ein weiteres Fragezeichen wird die Zuverlässigkeit der Autos sein. Laut der Ingenieure sollten die Motoren selbst zwar durchhalten, dass die Hybridsysteme und die Batterien jedoch vier Rennen lang halten werden, kann noch keiner garantieren. Ausfälle also wahrscheinlich wieder häufiger zu sehen sein als in den letzten Jahren.

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Das neue Hybridsystem soll auch dazu beitragen, dass die zeitliche Verzögerung, bis der Turbo einsetzt, nicht mehr Sekunden dauern wird, wie bei den Motoren, die Alain Prost fuhr, sondern sofort, wenn der Fahrer am Kurvenausgang aufs Gaspedal tritt, wird der volle Schub da sein. "Das ist technisch sehr interessant. Das System wird zwar elektronisch kontrolliert, aber es kommt trotzdem darauf an, wie der Fahrer es einsetzt und, wie er das Gaspedal bedient", erklärte Prost. "Die Piloten werden ihren Fahrstil im Laufe der Wintertests entwickeln. Wir werden sicher einige Unterschiede in ihren Fahrstilen sehen."

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Der viermalige Weltmeister Alain Prost war ein Experte darin, mit den Turbomotoren der 1980er Jahre richtig umzugehen, Benzin zu sparen und erst gegen Rennende anzugreifen. Eine Methode, die ihm den Spitznamen "Professor" einbrachte. Genau solche Rennen könnten wir auch nächstes Jahr wieder sehen, glaubt Prost, denn Spritsparen wird ein großes Thema sein. Im Gegensatz zu den maximal 150 Kilo Benzin, mit denen die Autos jetzt vor dem Rennen betankt werden dürfen, erlaubt das neue Reglement nur noch 100 Kilogramm.

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