Charlie Whiting: «Die Formel 1 wäre dumm gewesen»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Charlie Whiting: «Wir haben ja auch die Möglichkeit, alle anderen Hersteller zu konsultieren»

Charlie Whiting: «Wir haben ja auch die Möglichkeit, alle anderen Hersteller zu konsultieren»

FIA-Rennleiter Charlie Whiting verteidigt die neuen V6-Turbo-Antriebseinheiten und erklärt, wie die FIA verhindert, dass die Formel-1-Motorenhersteller versteckte Leistungssteigerungen vornehmen.

Die neuen V6-Turbos der Formel 1 haben seit ihrer Einführung für derart viele Diskussionen gesorgt, dass sich FIA-Rennleiter Charlie Whiting persönlich in der Freitags-Pressekonferenz den Fragen der Journalisten stellte. Der Brite verteidigte nochmals die Einführung der neuen, deutlich leiseren Aggregate: «Ich denke es ist klar, dass die Formel 1 als höchste Motorsportklasse auch technisch an vorderster Front stehen muss. Und den Motorenherstellern war die Energieeffizienz wichtig. Deshalb sind wir diesen Weg gegangen. Wenn wir diese Tatsachen ignoriert hätten, wäre das meines Erachtens ziemlich dumm gewesen. Wir hätten vielleicht einige Hersteller verloren und bestimmt einige vom Einstige in die Formel 1 abgeschreckt.»

Whiting erklärt weiter: «Das Hauptziel lautete Energieeffizienz. Deshalb haben wir den Wandel zusammen mit den Herstellern vor vier Jahren eingeläutet. Wir hatten ein grosses Treffen in Paris. Das ursprüngliche Ziel lautete, die Energieeffizienz um 50 Prozent zu steigern. Später haben wir das relativiert, weil wir gemerkt haben, dass dieses Ziel etwas zu ambitioniert war für den Start der neuen Ära. So sind wir zum heutigen Konzept gelangt, das rund 35 Prozent energieeffizienter ist als das vorherige Motorenkonzept.»

Dass die Formel-1-Regeln den Herstellern Änderungen am Motor erlauben, die der Zuverlässigkeit, Sicherheit oder Einsparung von Kosten dienen, biete ihnen keine Möglichkeit, Leistungssteigerungen durch die Hintertür zu realisieren. Whiting präzisiert: «Dieses System gilt seit 2006. Wenn nun ein Hersteller Änderungen vornimmt, um etwa die Standfestigkeit zu erhöhen, dann prüfen wir das und versuchen herauszufinden, ob da einer durch die Hintertür die Leistung verbessern will. Wir sind aber überzeugt, dass alle Änderungen, die wir bisher in dieser Saison erlaubt haben, nur der Standfestigkeit dienen. Wir haben ja auch die Möglichkeit, alle anderen Hersteller zu konsultieren. Wenn wir eine Änderung gutheissen, dann unterrichten wir sämtliche Hersteller darüber – sodass sie die Chance haben, uns auf versteckte Leistungssteigerung hinzuweisen.»

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