Ferrari in der Kritik: Fernando Alonso besorgt

Von Mathias Brunner
Alonso grüsst seine Fans

Alonso grüsst seine Fans

Der Spanien-GP ist eine schallende Ohrfeige für das stolze Ferrari: Fernando Alonso eineinhalb Minuten hinter Mercedes im Ziel, Kimi Räikkönen überrundet.

In Spanien und Italien werden die Messer gewetzt. Tenor in den spanischen Zeitungen vor dem Heimrennen von Fernando Alonso: «Der neue Ferrari-Rennchef Marco Mattiacci hat vor einem Monat gesagt, er wolle die Situation analysieren. Wieviel Zeit will er sich dazu nehmen? Wann endlich sehen wir Änderungen?»

Im italienischen Blätterwald regt sich auch bereits ein Rauschen, nur hält man sich dort noch mit Kritik zurück, nachdem Ferrari-Präsident Luca Montezemolo um Geduld für Mattiacci gebeten hat.

Montezemolo reiste zum Glück vor dem Spanien-GP ab. Sonst hätte er so viel Häme einstecken müssen wie in Bahrain. Dort hatte er über die angeblich so fade Formel 1 geschimpft – bevor wir dann einen wahren Thriller serviert bekamen.

Hier wären dem 66jährigen Erfolgsmanager wohl einige graue Strähnen mehr gewachsen, hätte er sein Ferrari vor Ort leiden sehen müssen. Ob er wie vor einigen Jahren am Renntag einen Fernseher aus dem Bürofenster geschmissen hat vor Ärger, wissen wir nicht, Grund dazu gäbe es aber: Fernando Alonso eineinhalb Runden hinter Mercedes im Ziel, Kimi Räikkönen überrundet!

Montezemolo hat angekündigt, dass in Kanada alles besser werde. Dort kommt ein weiteres Evo-Paket von Ferrari – jede Menge Aero-Verbesserungen, mehr Power durch verbesserten Sprit von Shell, verbesserte Antriebseinheit.

Fernando Alonso liess sich nach dem Rennen von seinen einheimischen Fans tüchtig feiern, aber das Gesicht des Spaniers zeigte später, dass er von Ferrari wenig angetan ist.

«Ein schwieriges Rennen», untertrieb der zweifache Formel-1-Champion. «Die Reifen waren jeweils nach zwei oder drei Runden schon so schlecht, dass das Heck viel zu sehr herumschmierte. Das hat uns einen grossen Rückstand eingebracht. Also habe ich über Funk gebeten, ob ich früher reinkommen kann.»

Letztlich führte das zur Umstellung eine Dreistoppstrategie und zum heissen Kopf eines gewissen Kimi Räikkönen (mehr dazu HIER).

Die Umstellung reichte nicht, um den schnell aufholenden Sebastian Vettel zu halten.

Formel-1-Weltmeister Damon Hill: «Es ist offensichtlich, dass Ferrari mit der Traktion Mühe hat. Die Autos sind aus den Kurven heraus zu langsam. Und das wird ihnen auch in Monaco weh tun, selbst wenn sie dort dank der weicheren Pirelli-Mischungen besser mit den Reifen zurande kommen sollten.»

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