Fernando Alonso: «Arbeit an 2015 hat längst begonnen»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Wie schnell die Zeit vergeht: Alonso und Rosberg im Kanada-GP 2013

Wie schnell die Zeit vergeht: Alonso und Rosberg im Kanada-GP 2013

Der Juni ist für Ferrari der Monat der Wahrheit: intern gilt als beschlossene Sache – macht Ferrari in Kanada und Österreich keine markanten Fortschritte, wird die Saison abgehakt.

Fernando Alonso macht das sehr klug. Vor dem für Ferrari wegweisenden Grossen Preis von Kanada stapelt der Spanier tief: «Wir werden es hier nicht einfach haben», sagt der Weltmeister von 2005 und 2006, «denn mehr als alles andere zählt auf dem Circuit Gilles Villeneuve die Motorleistung. Und da dominiert derzeit ein Team.»

Alonso muss die drei Silben Mer-ce-des gar nicht in den Mund nehmen, auf dass wir alle wissen, dass er von den Silberpfeilen spricht.

Der 32-Jährige weiss jedoch auch ganz genau: Ferrari hat für den Kanada-GP bei der Antriebseinheit nachgelegt, nie konnten er und Kimi Räikkönen in dieser Saison mit mehr Power auf die Bahn gehen, nicht zuletzt dank eines neuen Kraftstoffs von Shell.

Alonso dämpft trotzdem die Erwartungen: «Es sollte besser laufen als bei den Rennen zuvor, aber ich halte eine Podestplatzierung für ein zu optimistisches Ziel.»

Wie tief Ferrari gefallen ist: Ein Podium als Ziel als unerreichbar zu bezeichnen, da würde sich der grosse Enzo Ferrari im Grabe umdrehen.

Mit einem Nachsatz lässt Alonso aufhorchen und deutet an, wo die Reise für den berühmtesten Rennstall der Welt realistischerweise hingeht: «Wir haben einige neue Teile dabei (neue Flügel vorne und hinten, neuer Boden, neue Luftleit-Elemente, neue Bremsbelüftung, M.B.), aber wir müssen erst sehen, wie die sich bewähren, und wir arbeiten schon an 2015.»

Wir brauchen durchaus kein Feind des Hauses Ferrari zu sein, um zu prophezeihen: Auch mit den jüngsten Verbesserungen werden die roten Renner von Alonso und Räikkönen nicht auf einmal Mercedes herausfordern können. Der WM-Zug ist zwar rechnerisch noch lange nicht abgedampft, aber im Fahrerlager glauben nur die grössen Optimisten noch daran, dass Ferrari die Silberpfeile abfangen wird.

Die Arbeit an 2015 wird schon bald intensiviert.

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