Lewis Hamilton: «Das ist kein gutes Gefühl»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Zu Beginn konnte Lewis Hamilton seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg noch das Leben schwer machen

Zu Beginn konnte Lewis Hamilton seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg noch das Leben schwer machen

Mercedes-Pechvogel Lewis Hamilton musste im Kanada-GP seinen zweiten schmerzlichen Ausfall in dieser Saison hinnehmen. Hinterher zog Formel-1-Weltmeister von 2008 Bilanz.

Lewis Hamilton erlebte in Kanada ein Grand-Prix-Wochenende zum Vergessen: Erst musste er sich im Qualifying gegen seinen Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. Tags darauf verlor er im Rennen erst den Zweikampf um die Führung nach dem Start und schliesslich auch jede Chance auf Punkte. Ein Bremsdefekt sorgte für sein vorzeitiges Aus.

Entsprechend niedergeschlagen stellte sich Hamilton nach seinem Ausfall und einer kurzen Auszeit in der Box den Fragen der Medien. Mit versteinerter Miene erklärt er: «Da ist schlicht die Bremse kaputt gegangen. Du trittst in die Eisen und das Auto wird einfach nicht langsamer. Das ist kein gutes Gefühl!»

Dass sein Teamkollege Rosberg im Duell einmal die Strecke verlassen musste, weil er sich verbremste, und dafür nur eine Verwarnung kassierte, kommentiert Hamilton so: «Ich habe nicht gross darüber nachgedacht. Normalerweise muss man langsamer machen, wenn man neben die Strecke gerät, und den anderen vorbeilassen.»

Das sieht Niki Lauda anders. Der Mercedes-Vorstandsvorsitzende präzisiert: «Wenn du in Führung liegst, musst du keinen Platz hergeben, nur wenn durchs Abkürzen ein Vorteil entsteht. Aber das wurde von den Rennkommissaren untersucht und für korrekt befunden.» Der dreifache Weltmeister lobt seinen Schützling: «Ich finde, Lewis hat das sehr gut verkraftet, solche Dinge passieren halt leider, und das ist jetzt halt ihm passiert. Nico ist jetzt 22 Punkte vorn und das tut natürlich weh.»

Lauda erklärt: «Es gibt eine Kontrollbox, über die die ganze Elektronik des Autos gesteuert wird. Und diese hat bei Beiden gleichzeitig überhitzt. Die Elektronik schaltet sich dann ab, und das muss so sein, denn so ist das System konzipiert. Die Überhitzung ist zurückgegangen, aber die 160 Zusatz-PS konnten wir nicht mehr abrufen.»

Der 65-jährige Wiener schildert: «Lewis hat die Hinterradbremse nicht in den Griff bekommen, die wurde dann zu heiss und ist kaputt gegangen. Nico hat’s besser gemacht, und hat die Bremsen am Leben erhalten können. Dafür, dass er die Elektro-Power nicht mehr abrufen konnte , fuhr er super Rundenzeiten. So konnte er sein Auto auf Platz 2 ins Ziel bringen.»

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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