Könnte Red Bull Renault-Motorenfabrik kaufen?

Von Adam Cooper
Formel 1
Christian Horner will keine Möglichkeit ausschließen

Christian Horner will keine Möglichkeit ausschließen

Gerüchte, dass Renault seine Motorenabteilung in Viry verkaufen wolle, entstehen zur genau gleichen Zeit wie die, dass Red Bull Racing einen eigenen Motor bauen will – was Chef Dietrich Mateschitz jedoch dementiert hat.

Red Bull Racing wird sicher nicht versuchen, von Null an einen eigenen Formel-1-Motor zu bauen, etwas wahrscheinlicher ist da schon die Möglichkeit, dass sie die Motorenabteilung von Renault in Viry übernehmen und ihre eigenen Leute da einführen könnten, um die Situation zu verbessern. Dr. Helmut Marko hat in letzter Zeit auffällig viel Zeit in Frankreich verbracht.

Billig wäre das Unterfangen zwar sicher nicht, aber man darf nicht vergessen, dass Red Bull Racing und Toro Rosso pro Jahr bereits stattliche Summen an Renault überweisen. Außerdem gibt es Gerüchte, dass Dr. Marko in letzter Zeit genau auf die Zukunft von Caterham geschaut hat.

Das Team ist bereits Kunde bei Red Bull und bezieht das Getriebe, eine Ausweitung der Beziehung auf die Antriebseinheit wäre natürlich und würde Red Bull weitere Einkünfte bringen. Das Gleiche könnte möglicherweise auch auf Lotus zutreffen.

Bemerkenswert ist auch, dass Christian Horner am Sonntagabend ehrliche Zweifel am Motorenlieferanten ausdrückte.  «Renault muss etwas ändern, denn so kann es nicht weitergehen. Das ist weder für Renault noch für Red Bull Racing gut. Wir müssen als Partner zusammenarbeiten – denn im nächsten Jahr wird es keinen anderen Motor geben. Wir wollen konkurrenzfähig sein und an der Spitze mitkämpfen, solche Probleme liegen da nicht drin.»

«Etwas muss passieren, denn was bisher gemacht wurde, funktioniert derzeit nicht. Das ist aber nicht unsere Aufgabe, wir stehen nicht in der Verantwortung sondern sind nur der Endkunde. Es ist frustrierend, dass das Produkt derzeit nicht funktioniert.»

Könnte diese Änderung durch einen Übernahme von Red Bull erfolgen? Und könnte eines von Adrian Neweys künftigen Projekten sein, die Motorenabteilung zu unterstützen?

Wahrscheinlich wäre ein Besitzerwechsel und ein neuer Ansatz aber nicht genug. Was Viry braucht ist, die momentan homologierten Motoren zu vergessen und mit all den Erfahrungen aus den vergangenen Monaten und dem, was man bei Mercedes gesehen hat, neu zu starten.

Eine ganz neue Antriebseinheit – als Red Bull oder vielleicht Infiniti – könnte dann für 2016 neu homologiert werden und wäre dem einige Schritte voraus, was das Reglement Renault mit dem momentanen Motor erlauben würde.

Die Namensänderung und der Verlust der Renault-Identität würde auch bei Infiniti gut ankommen, die sich Informationen zufolge von Renault distanzieren wollen, weil der Name für weniger Klasse steht als man es gerne hätte.

Sicher wären die Konkurrenten nicht gerade begeistert von der Idee, dass Renault/Viry eine Chance bekäme, die Regeln der Homologation zu umgehen und eine neue V6-Turbo-Antriebseinheit zu bauen, auch wenn es unter einem andere Namen ist.

Als ich Horner am Sonntag fragte, ob ein solches Szenario möglich sei, lächelte er nur und sagte, dass er es für möglich halte...

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