Emerson Fittipaldi: «Gamer müssen an die Rennstrecke»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Emerson Fittipaldi: «Als gestern Abend ein Fahrer für dieses Auto gesucht wurde, sagte ich gleich: Richard, ich bin der erste Freiwillige»

Emerson Fittipaldi: «Als gestern Abend ein Fahrer für dieses Auto gesucht wurde, sagte ich gleich: Richard, ich bin der erste Freiwillige»

Der zweifache Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi erklärt im Rahmen des Goodwood Festival of Speed, welche Schritte unternommen werden müssen, um die Zukunft des Motorsports zu sichern.

Emerson Fittipaldi ist einer der bekanntesten Besucher des Goodwood Festival of Speed. Der Brasilianer, der 1972 und 1974 die Formel-1-WM für sich entschieden hatte, ist ein regelmässiger Besucher und grosser Fan alter Rennwagen. Deshalb zögerte er nicht lange, als ein Fahrer für einen 1967er-NASCAR-Renner der amerikanischen Racing-Legende Richard Petty gesucht wurde.

Fittipaldi erzählt: «Ich geniesse dieses Festival jedes Jahr, und auch meine ganze Familie freut sich, hier zu sein. Das Goodwood Festival of Speed ist eine einzigartige Veranstaltung. In diesem Jahr durfte ich den Renner von Richard Petty fahren, der in diesem legendären Auto mit der Nr. 43 1967 in der NASCAR triumphierte. Das ist eine grosse Ehre für mich, Richard ist schliesslich der NASCAR-König. Als gestern Abend ein Fahrer für dieses Auto gesucht wurde, sagte ich gleich: Richard, ich bin der erste Freiwillige!»

Der 67-Jährige aus Sao Paulo freut sich ganz besonders über die vielen Zuschauer, die das Festival anlockt: «Viele Familien kommen hierher. Es ist ja auch ein guter Familien-Anlass, der für jeden etwas zu bieten hat. Das ist einzigartig. Wir haben hier so viele historische Rennwagen und Fahrer aller Generationen – das ist unglaublich. Das gibt es nirgendwo sonst.»

Vor allem die jungen Besucher sind eine Freude für Fittipaldi, der sich im Rahmen des Automobilweltverbands FIA um die Zukunft des Motorsports bemüht. Er verrät: «Ich war vor einigen Tagen in München bei einem Treffen der FIA-Kommission. Im Beisein des Präsidenten Jean Todt wurde diskutiert, wie wir es hinbekommen, die nächste Generation für den Motorsport zu begeistern. Dabei geht es um die jungen Leute, die mit Smartphones aufgewachsen sind. Wir müssen diese Leute für den echten Sport begeistern. Es gibt Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die auf ihren Computern und Spielkonsolen Racing-Games spielen, aber nie an einer echten Rennstrecke waren.»

Fittipaldi ist überzeugt: «Diese Generation müssen wir an die Strecke locken. Wenn sie einmal ein Rennen live erlebt haben, werden sie es lieben – den Lärm, die Atmosphäre, die Fahrer und die Autos... Jeder wird davon angesteckt. Genau das ist auch das Ziel eines Programms in Brasilien, das ich betreue.» Der 14-fache GP-Sieger fügt an: «Ein weiteres wichtiges Projekt für die Zukunft ist die Reduzierung der Kosten auf Kart-Ebene. Denn dort starten die jungen Piloten ihre Rennfahrerkarrieren. Wir wollen, dass mehr Leute Zugang zum Motorsport bekommen.»

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