Jo Ramirez: Harsche Kritik an Kimi Räikkönen

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Jo Ramirez ärgert sich: «Wenn das ein Pastor Maldonado oder ein Romain Grosjean gewesen wären, sie hätten mit Sicherheit das Rennen in Deutschland auslassen müssen»

Jo Ramirez ärgert sich: «Wenn das ein Pastor Maldonado oder ein Romain Grosjean gewesen wären, sie hätten mit Sicherheit das Rennen in Deutschland auslassen müssen»

Dass Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen für seinen Highspeed-Unfall auf dem Silverstone Circuit nicht bestraft wurde, kann der ehemalige McLaren-Teamkoordinator Jo Ramirez nicht nachvollziehen und schimpft: «Das ärgert mich!»

Nicht nur sein Landsmann Sergio Pérez bekommt im Motorline.cc-Interview von Jo Ramirez sein Fett weg (mehr daz lesen sie HIER), auch Ferrari-Star Kimi Räikkönen wird vom Mexikaner heftig kritisiert. Der Iceman hatte vor einer Woche im Grossbritannien-GP für einen Unterbruch gesorgt, weil er beim Zurückbrettern auf die Strecke die Kontrolle über seinen Renner verloren und Williams-Pilot Felipe Massa mit aus dem Rennen gerissen hatte.

Der ehemalige McLaren-Teamkoordinator Ramirez schimpft: «Esteban Gutierrez wurde nach dem losen Rad in Spielberg mit einer Rückversetzung um zehn Plätze bestraft, für etwas, wofür er nichts konnte, wofür das Team die Verantwortung trägt. Das ist einfach nur mehr lächerlich. Und dann kommst du nach Silverstone, dort siehst du einen unglaublichen Unfall von einem manischen, einem aberwitzigen Kimi Räikkönen. Okay, er hat einen Fehler gemacht und ist von der Strecke abgekommen. Okay, da muss man es eben easy nehmen und sagen: Sorry, ich bin von der Strecke abgekommen. Aber er wollte natürlich keine Zeit verlieren und ist mit voller Kraft wieder hereingezogen. Natürlich hat er dann die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, weil der Übergang vom Gras auf Asphalt einfach schwierig ist.»

Der 72-Jährige aus Mexiko-Stadt ärgert sich: «Es gab einen Riesenunfall – er hätte sich selbst schwer verletzen können oder noch schlimmer, er hätte Massa treffen und ihm die Füsse brechen können oder schlimmeres. Und Räikkönen kam ohne jede Strafe davon. Das ist aberwitzig, das ärgert mich ungemein! Ich habe gedacht, dass Derek Warwick der vierte Rennkommissar war und habe ihm geschrieben, doch es war Nigel Mansell. Warwick hat geantwortet: ‘Du hast Recht! Räikkönen hätte bestraft werden müssen!»

Ramirez erklärt: «Das ist die Inkonsistenz, mit der diese Strafen verhängt werden: Räikkönen kommt als Ferrari-Pilot mit einem katastrophalen Fehler, einem Riesen-Crash, den er aus Gedankenlosigkeit heraus verursacht hat, davon, er kommt ungestraft davon. Wenn das ein Pastor Maldonado oder ein Romain Grosjean gewesen wären, sie hätten mit Sicherheit das Rennen in Deutschland auslassen müssen.»

Der spektakuläre Abflug des Finnen war nicht die einzige Szene, die bei Ramirez für Aufregung sorgte: «Diese Sicherheitsfragen sind in England auch so übertrieben gewesen. Die Leitplanke war nur geringfügig beschädigt, da hätte noch ein weiteres Auto einschlagen können – wobei die Chancen, dass ein Auto an der genau gleichen Stelle einschlägt, ohnehin gering sind. Aber nein! Wir müssen das reparieren! Eine Stunde lang! Eine volle Stunde. Man hat damit all die TV-Zuschauer verärgert, die Fahrer waren auch verärgert, alle mussten warten.»

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