Lewis Hamilton: Nico Rosberg-Stichelei nur ein Witz?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Es gibt auch Rosberg- und Hamilton-Fans, die zusammenhalten

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Auf die Frage nach dem Hockenheim-GP und Nico Rosberg hatte Lewis Hamilton gestichelt: «Wieso soll das für Nico ein Heimrennen sein?» Nun sagt Mercedes-Rennchef Toto Wolff: Die Aussage war als Witz gedacht.

Nach Lewis Hamiltons Heim-GP von Silverstone folgt Nico Rosbergs Heimrennen von Hockenheim. Oder doch nicht? Silverstone-Sieger Hamilton hatte nämlich in England vollmundig erklärt, das Wort Heimrennen sei hier wohl nicht ganz zutreffend. «Nico hat ja nie wirklich in Deutschland gelebt, also ist das genau genommen auch kein Heimrennen. Als wir Kart gefahren sind, stand er nie neben dem Grid-Girl mit der deutschen Flagge, er stand immer bei der von Monaco.»

Nico Rosberg ist ein wahrer Weltenbürger – er wurde wurde zwar in Wiesbaden geboren und seine Mutter Sina ist Deutsche, Vater Keke, der Formel-1-Weltmeister von 1982, ist allerdings Finne. Nico ist in Monaco und auf Ibiza aufgewachsen und wohnt bis heute im Fürstentum, übrigens im selben Block wie Lewis Hamilton. «Ich weiss, dass er in Monaco aufgewachsen ist, also ist Monaco seine Heimat», stellte Hamilton daher fest. «Er ist deutsch, finnisch, monegassisch oder was auch immer.»

Daraus entstand dann die Schlagzeile «Nico Rosberg ist kein Deutscher», und über die regten sich nicht nur in Deutschland einige auf – in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter brummte es gewaltig. Nico Rosberg selber blieb übrigens völlig entspannt und meinte nur: «Ich bin zu 100 Prozent Deutscher und damit basta.»

Nun stellt Mercedes-Rennchef Toto Wolff gegenüber der Nachrichtenagentur «dpa» klar: «Das Ganze war eigentlich als Witz gedacht und wurde leider nicht so widergegeben, wie es beabsichtigt war. Aber wir haben ein gewisses Verständnis für solche Situationen. Die beiden stecken mitten in einem Titelduell, die Formel 1 hat eine hohe Medienpräsenz, da wird dankbar aufgegriffen, was kontrovers klingt. Und dann ist so eine Geschichte kaum mehr zu stoppen. Für uns ist wichtig, dass wir intern diskutieren, wenn so etwas passiert, und diese Geschichte war sehr schnell vom Tisch.»

Jedoch: Solche Nadelstiche gehören eben auch zum Repertoire eines modernen Grand-Prix-Piloten, und Lewis Hamilton ist zu lange in diesem Geschäft, um nicht zu wissen, welche Wellen eine solche Aussage wirft. Wenn die Episode so unbedeuten war, wieso musste dann im Rennstall darüber gesprochen werden?

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