Barrichello feiert ersten Saisonsieg

Von Dennis Grübner
Formel 1
Rubens Barrichello

Rubens Barrichello

Rubens Barrichello feiert in Valencia einen emotionalen ersten Saisonsieg. Lewis Hamilton verschenkt den zweiten Sieg in Folge in der Boxengasse. Nullrunde für Red Bull.

Nach 82 sieglosen Rennen schaffte es [*Person Rubens Barrichello*] im Hafen von Valancia wieder nach ganz oben auf das Siegerpodest. Von seinen Gefühlen überwältigt verliess der Brasilianer in Tränen seinen Boliden und widmete den Sieg seinem Landsmann Felipa Massa. Dabei lief es zunächst nicht besonders gut für das BrawnGP-Team.

Probleme mit der Kupplung machten einen guten Start für Jenson Button zunichte. Der WM-Führende rutschte von fünf auf acht, während Sebastian Vettel das Startduell gegen Kimi Räikkönen verlor und eine Position nach hinten fiel. Das McLaren-Duo vorne konnte sich wie erwartet mit KERS absetzen und Rubens Barrichello auf Distanz halten. Grössere Zwischenfälle blieben aus. Sébastien Buemi und Romain Grosjean mussten ihre Frontflügel austauschen. Buemi geriet in Kurve eins mit Timo Glock aneinander, der daraufhin die Reifen wechseln musste.

Noch im ersten Stint konnte Mark Webber auf der Strecke Jenson Button überholen und sich somit virtuell den letzten WM-Punkt sichern. Eines der wenigen Überholmanöver das die Zuschauer auf der Strecke zu Gesicht bekamen.

Lews Hamilton, dessen Vorsprung nach 15 Runden schon so weit angewachsen war, um den ersten Platz nach Abschluss der Serie von Stopps wieder einzunehmen, kam in Runde 16 zu seinem Stopp. Was beim Briten problemlos über die Bühne ging, lief beim Team Red Bull schief. Sebastian Vettel musste zweimal in die Box, nachdem man beim ersten Stopp Probleme mit der Tankanlage hatte. Von Platz fünf rutschte er zwischenzeitlich bis auf Position 16 ab. Nur sieben Runden nach dem zweiten Stopp dann der Super-GAU für das Team. Wie schon am Samstagmorgen ging der Motor in Rauch auf und beendete Vettels Rennen vorzeitig. Ein herber Rückschlag im Fight um die WM-Krone.

Im Hause Brawn war die Laune dagegen besser. Rubens Barrichello liess sich im ersten Stint nicht von Heikki Kovalainen abhängen und übernahm den zweiten Platz nach dessen Boxenstopp. Den Rückstand auf Lewis Hamilton konnte er um die Hälfte reduzieren. Nur knapp drei Sekunden lag der Brasilianer nun hinter dem Weltmeister.

Diesen Rückstand konnte er fast stabilisieren. Zum zweiten Stopp, bis zu dem sich kaum etwas änderte, betrug der Rückstand gerade mal vier Sekunden. Als der Brite dann 20 Runden vor Schluss zu seinem zweiten Stopp kam, schien die Crew unvorbereitet zu sein, denn die Reifen waren noch in den Heizdecken verpackt. 13,4 Sekunden dauerte der Reifenwechsel. Wie auf Befehl fuhr Barrichello daraufhin die schnellste Runde des Rennens und übernahm nach seinem Stopp wenige Runden danach die Führung.

Jenson Button konnte bei seinem zweiten Stopp ebenfalls einen Platz gutmachen und an Mark Webber vorbeiziehen. Webber fiel sogar hinter Robert Kubica zurück und wurde am Ende nur 9. Ein Wochenende zum Vergessen für das Red-Bull-Team.

Völlig unauffällig aber dank der richtigen Strategie fuhr Kimi Räikkönen mit seinem Ferrari aufs Podium. Er zog wie zuvor Barrichello auch während eines Stopps an Heikki Kovalainen vorbei. Einen starken fünften Platz fuhr Nico Rosberg heraus. Ganz im Gegensatz zu Teamkollege Kazuki Nakajima. Der wurde nach einem Reifenschaden nur 18. und somit Letzter vor den beiden ausgeschiedenen Fahrern Sebastian Vettel und Sébastien Buemi, dem eine Bremsscheibe gebrochen ist. In den letzten Runden schloss Rosberg noch auf Heikki Kovalainen auf, doch der Finne liess keinen Angriff mehr zu.

Bei seinem Heim-GP Sechster wurde Fernando Alonso. Auch er hatte in den letzten Runden keinen Angriff mehr von Jenson Button zu befürchten. Den letzten WM-Zähler schnappte sich Robert Kubica. Teamkollege Nick Heidfeld wurde Elfter hinter Adrian Sutil.

Im Rennen enttäuschend, aber immerhin mit der schnellsten Rennrunde wurde Timo Glock 14., hinter Jarno Trulli. Romain Grosjean belegte bei seinem Formel-1-Debüt Platz 15, vor Jaime Alguersuari und Luca Badoer.

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