Formel-1-Titelfavorit: Das erwartet McLaren-CEO Zak Brown in diesem Jahr
Nach der Formel-1-Regelrevolution stellt sich die grosse Frage: Wird in der neuen Ära der GP-Königsklasse ein neues Kräfteverhältnis herrschen? McLaren-CEO Zak Brown hat eine klare Antwort darauf.
Noch bevor die Formel-1-Teams mit ihren neuen GP-Rennern auf der Strecke waren, wurde über das Kräfteverhältnis 2026 debattiert. Viele waren sich sicher: Mercedes wird wie schon bei der Einführung der Turbo-Hybridmotoren 2014 die Nase vorn haben. Tatsächlich legte das Werksteam der Sternmarke beim Shakedown-Test in Barcelona eine gute Form an den Tag.
George Russell und Kimi Antonelli drehten an drei Testtagen knapp 500 Runden auf dem spanischen Rundkurs und waren damit die Fleissigsten. Ersterer stellte auch die zweitschnellste Test-Zeit auf. Nur sein früherer Teamkollege Lewis Hamilton war im Ferrari SF-26 knapp eine Zehntel schneller als der 27-jährige Brite.
Die Zeiten sind allerdings mit viel Vorsicht zu geniessen, schliesslich wurden sie nicht zur gleichen Zeit und damit nicht unter den gleichen Bedingungen gefahren. Russell liess sich seine persönliche Bestzeit am Donnerstagabend notieren, Hamilton unterbot diese tags darauf in der letzten Trainingsstunde.
Dennoch lässt sich bereits sagen, wer einen guten Start ins Jahr erwischt hat. Das weiss auch McLaren-CEO Zak Brown, der laut «Racingnews365.com» bei der Eröffnung des McLaren Racing Centre in Indianapolis erklärt hat: «Es deutet alles darauf hin, dass die vier Top-Teams wieder vorne sein werden, derzeit ist aber schwer zu sagen, in welcher Reihenfolge.»
Viele Fragezeichen
«Würden wir heute nach Las Vegas gehen, würde Mercedes wohl als Favorit angesehen werden, aber es ist noch ein langer Weg, der vor uns liegt. Williams hat es nicht zum Barcelona-Test geschafft und Aston Martin rückte erst am Ende aus, deshalb wissen wir überhaupt nicht, wo sich Williams einreihen wird», gibt der Amerikaner zu bedenken.
«Ich glaube, dass die Leistungsdichte nicht mehr so hoch wie im vergangenen Jahr sein wird, was bei einem neuen Regelwerk auch zu erwarten ist. Im vergangenen Jahr betrug der Abstand zwischen dem Ersten und Zweiten in Abu Dhabi eine Sekunde. Ich gehe davon aus, dass es dieses Mal zwei oder drei Sekunden sein werden, aber das ist wie gesagt normal», prophezeit Brown.
Ich denke, dass die FIA noch etwas an den Regeln feilen muss.
McLaren-CEO Zak Brown
Die neuen Autos erfordern eine neue Fahrweise, die erst einmal gelernt werden müsse, fügte der 54-Jährige an. Und er erklärte: «Ich denke, dass die FIA noch etwas an den Regeln feilen muss, um sicherzustellen, dass uns am Ende der Geraden trotz Strategie und Batterie-Einsatz nicht die Energie ausgeht. Ich glaube aber nicht, dass es für die sichtbar sein wird, denn wir waren in Barcelona zwar drei bis vier Sekunden langsamer als im vergangenen Jahr, aber das war nicht erkennbar.»
Mit Blick auf das Kräfteverhältnis verriet Brown auch, welcher Gegner ihn überraschte: «Es sieht irgendwie nach den üblichen Verdächtigen aus, aber es ist schwer zu sagen, in welcher Reihenfolge sie sein werden. Der Red Bull-Motor war sehr stark. Ich glaube, das war für alle eine positive Überraschung. Ich würde es vorziehen, wenn sie nicht so konkurrenzfähig wären, aber ich bin beeindruckt von dem, was sie geleistet haben, denn sie haben viele Kilometer zurückgelegt und scheinen sehr konkurrenzfähig zu sein.»
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