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Daniel Ricciardo: Denke noch nicht über Titel nach

Von Andreas Reiners
So sehen Sieger aus: Daniel Ricciardo in Spa

So sehen Sieger aus: Daniel Ricciardo in Spa

Eigentlich will Daniel Ricciardo gar nicht über den Titelkampf reden. Der Australier genießt die Saison. Seine erste, in der er wirklich ganz vorne mitfahren kann. Am Ende vielleicht sogar ganz vorne?

Ganz nebenbei distanziert der Australier ja sogar seinen Red-Bull-Teamkollegen Sebastian Vettel, immerhin viermaliger Weltmeister und Titelverteidiger, teilweise deutlich. Nach seinem zweiten Sieg in Folge zuletzt in Spa liegt Ricciardo sogar nur noch 64 Punkte hinter dem WM-Spitzenreiter Nico Rosberg.

Es bleibt Ricciardo also auch in Monza nichts übrig, als vor dem 13. Saisonrennen über den Titelkampf zu sprechen. Und einen möglichen Titelgewinn. Klar könne er den Titel gewinnen, sagte der Red-Bull-Pilot.

«Aber es braucht mehr als die nächsten sieben Rennen zu gewinnen. Ich brauche auch ein wenig Glück. Ich bin mehr als zwei Siege hinter Nico Rosberg. Wenn ich zwei Rennen gewinne und er keine Punkte holt, führt er immer noch. Wir werden sehen. Ich denke noch nicht wirklich darüber nach. Falls ich weiter gewinnen könnte, wäre das unglaublich», sagte Ricciardo.

Die Teamorder, das offene gegeneinander fahren hatte bei den beiden Mercedes-Streithähnen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Belgien zum Super-Gau geführt. Rosberg und Hamilton können trotzdem weiter mit offenem Visier fahren. Bei Red Bull ist so etwas noch gar kein Thema.

«Das könnte diskutiert werden. Bislang gab es aber keine Gespräche über Teamorder oder so etwas. Aber jetzt ist es definitiv zu früh dafür. Deshalb bin ich auch noch keine Szenarios durchgegangen», sagte Ricciardo.

Schielt er denn mit einem Auge zu Mercedes und schaut, was bei den Silberpfeilen so passiert? Seine Antwort: «Es ist offensichtlich, dass sie nicht die besten Freunde sind. Wenn sie sich in jedem Rennen ins Auto fahren, servieren sie mir den Titel auf dem Präsentierteller. Aber ich denke nicht darüber nach, was bei ihnen passieren könnte. Das liegt nicht in meiner Kontrolle. Am besten ist es, wenn ich meinen Job mache und genug Punkte sammele, um im Rennen zu bleiben.»

Ist Monza denn der richtige Ort, um möglicherweise noch einen großen Schritt zu machen? Wohl eher nicht. Aber Ricciardo hofft. «Spa gibt uns ein wenig Hoffnung für Monza. Realistisch gesehen fährt in Monza jeder mit so wenig Abtrieb wie möglich. Die Höchstgeschwindigkeiten werden unterschiedlich sein und wir sind möglicherweise ein Stück zurück», sagte er.

Doch nach Monza kommen Strecken, die dem Red Bull liegen könnten. Der Australier blickt dann auch ein Stück voraus. Vielleicht ist Red Bull bald schon auf Augenhöhe mit Mercedes? «Ich erwarte, dass Mercedes auf jeder Strecke stark ist. Wenn wir in Monza einige Punkte mitnehmen können, können wir uns aber auf Singapur und Suzuka freuen. Aber um die Frage zu beantworten, ob wir so schnell sein können wie Mercedes: Ja, auf diesen beiden Strecken könnten wir vielleicht die Pole holen und gewinnen», sagte er.

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