FP1 Melbourne: Ferrari-Duo an der Spitze, Trauerspiel von Aston Martin
Das erste Training in Melbourne hat bestätigt, was die Testfahrten vermuten liessen: Ferrari und Red Bull Racing sind stark, während Aston Martin Mühe hat. Die Bestzeit stellte Lewis Hamilton auf.
Während am Freitagvormittag noch graue Wolken über Melbourne hingen, klarte der Himmel pünktlich zum ersten freien Training auf. Die Aussentemperatur lag bei 20,4 Grad Celsius während der Asphalt des Albert Park Circuit 33,8 Grad heiss war, als die Ampel am Ende der Boxengasse auf Grüns sprang. Der Erste, der sich auf der Strecke zeigte, war Nico Hülkenberg im Audi, der allerdings nur drei Kurven weit kam, bevor sich der nächste Fahrer zu ihm auf die Bahn gesellte.
Die Strecke füllte sich schnell und es dauerte keine fünf Minuten, bis der Erste Probleme bekundete. Oscar Piastri war im Schleichgang unterwegs. Der Lokalmatador funkte, dass er keine Power habe. Das McLaren-Team konnte das Problem offenbar schnell beheben, denn gleich darauf war der Australier wieder im normalen Tempo unterwegs.
Probleme in den ersten Minuten bekundete auch Arvid Lindblad im VCARB-Renner. Der Formel-1-Rookie stoppte in der Ausfahrt der Boxengasse und die Rennleitung bremste das Feld mittels virtuellem Safety-Car ein. Der Engländer mit schwedischen und indischen Wurzeln wurde von den Streckenposten zurückgeschoben und bald konnten die Formel-1-Piloten wieder Gas geben.
Geduldsprobe für Fernando Alonso
Ein Problem mit der Antriebseinheit zwang Fernando Alonso dazu, in der Box zu bleiben, während sein Aston-Martin-Teamkollege Lance Stroll ausrücken konnte. Besser lief es für Max Verstappen, der in den ersten 10 Minuten die bis dato schnellste Runde drehte, bald darauf aber mit einem Verbremser auf sich aufmerksam machte. Sein neuer Red Bull Racing-Teamkollege Isack Hadjar setzte sich nach etwas mehr als 20 Minuten an die Spitze, wobei er den 5,278 km langen Albert Park Circuit 0,057 sec schneller als der vierfache Weltmeister aus dem eigenen Team umrundete.
Lange währte die Freude des Franzosen aber nicht, denn kurz darauf übernahm Charles Leclerc mit 1:21,227 min die Spitzenposition. Der Monegasse führte die Zeitenliste auch zur Halbzeit an, während sich Piastri, der wieder Gas geben konnte, auf den fünften Platz verbesserte. Einen Ausflug neben die Piste unternahm Franco Colapinto, der sich in der dritten Kurve vertat. Der Argentinier ist zwar kein Rookie, dennoch gibt er an diesem Wochenende sein Melbourne-Debüt.
Gleich zum Start der zweiten FP1-Hälfte wagte sich George Russell als Erster auf den weichen Reifen auf die Piste. Obwohl er auf der schnellsten Mischung unterwegs war, kam er nicht über den fünften Platz hinaus. Einige Gegner taten es ihm gleich und waren schneller, nach 40 Minuten war Leclerc mit 1:20,829 min der Schnellste.
Hinter dem Ferrari-Star belegten Verstappen, Hadjar, Lewis Hamilton, George Russell, Oscar Piastri, Nico Hülkenberg, Kimi Antonelli, Esteban Ocon und Liam Lawson die weiteren Top-10-Positionen. Dahinter hatten sich Lindblad, Gabriel Bortoleto, Carlos Sainz, Oliver Bearman, Alex Albon, Champion Lando Norris, Colapinto, Valtteri Bottas, Pierre Gasly, Sergio Pérez, Stroll und Alonso eingereiht, wobei Letzterer immer noch nicht ausgerückt war.
Später Fehler von Sergio Pérez
Einen Fehler leistete sich Hadjar in der ersten Kurve. Der Red Bull Racing-Teamneuling unternahm in der ersten Kurve einen Ausflug ins Kiesbett und Grüne, konnte aber weiterfahren. Sein Teamkollege Verstappen war besser unterwegs, er setzte sich eine Viertelstunde vor dem Ende der Session mit 1:20,789 min an die Spitze.
Nur drei Minuten später stellte Albon seinen Williams nach der zehnten Kurve am Streckenrand ab. Das Team vermutete ein Hydraulik-Problem, weshalb die Session für den Londoner gelaufen war. Die Rennleitung bremste das Feld erneut mit dem virtuellen Safety-Car ein. Kurz zuvor hatte Lewis Hamilton mit 1:20,736 min die Spitzenposition übernommen.
Kaum war die Strecke wieder frei, gaben die GP-Stars wieder Gas und Pérez drehte sich in der vierten Kurve von der Strecke. Damit durchkreuzte der Cadillac-Rückkehrer die Pläne von Piastri, der gerade dabei war, auf frischen weichen Reifen Gas zu geben. Ganz zum Schluss setzte sich noch Leclerc vor seinen Teamkollegen. Mit 1:20,267 min stellte er die FP1-Bestzeit auf. Diese lag mehr als viereinhalb Zehntel unter der vorherigen Bestmarke von Hamilton.
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