Caterham: Massenentlassung trotz Abu Dhabi-Teilnahme
Obwohl das Caterham-Team gestern, Samstag, offiziell die Teilnahme am letzten GP in Abu Dhabi verkündet hat, wurde am gleichen Teil ein Grossteil der Belegschaft entlassen.
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Nachdem das Caterham-Team mit einer Crowdfunding-Aktion fast 1,5 Millionen Pfund (Rund 1.9 Mio Euro) von den Fans bekommen und die Teilnahme am letzten GP der Saison in Abu Dhabi bekannt gegeben hat, wurde fast die gesamte Belegschaft des finanziell angeschlagenen Rennstalls entlassen.
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Die Sammelaktion wurde über die Plattform Crowdcube abgewickelt, deren Revisionsstelle das Unternehmen Smith & Williamson ist – also genau jene Firma, die als Insolvenzverwalterin das Tagesgeschäft des Teams aus Leafield leitet. Gegen Insolvenzverwalter Finbarr O’Connell wird deshalb der Vorwurf laut, die Sammelaktion sei nichts anderes als eine getarnte PR-Aktion gewesen. Doch das sind nicht die einzigen kritischen Stimmen, die aus Leafield zu vernehmen sind. Denn mit der Verkündung der GP-Teilnahme in Abu Dhabi wurde auch ein Grossteil des rund 230-köpfigen Teams entlassen. Aerodynamiker Jim McManus erklärte gegenüber den Kollegen der britischen Zeitung The Observer: "Es ist erschreckend, wie viel Aufmerksamkeit der Erfolg der Crowdfunding-Aktion am gleichen Tag in der Öffentlichkeit bekommt, an dem fast das ganze Team entlassen wurde. Und das, obwohl immer noch das Salär für sieben Wochen aussteht."
Der frühere Caterham-Mitarbeiter sagt auch: "Der Zyniker in Mir muss annehmen, dass diese Gleichzeitigkeit kein Zufall ist und die gute Nachricht verkündet wurde, um die schlechten News zu kaschieren." O'Connell erklärt hingegen, dass die Mitarbeiter um ihre Entlassung gebeten hätten, um ihre Arbeitslosen-Ansprüche geltend machen zu können.
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"Wenn ich das Team verkaufen kann, dann werden sie wieder eingestellt und die Arbeitslosen-Anträge können wieder vernichtet werden", verspricht der Insolvenzverwalter. McManus betont aber, dass einige Mitarbeiter explizit darum gebeten hätten, nicht entlassen zu werden.
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