Testfahrten: Verstappen fliegt ab, noch kein McLaren

Von Andreas Reiners
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

Die Formel 1 verweilt noch zwei Tage in Abu Dhabi. Mit den Testfahrten endet die Saison 2014. Und wichtigen Erkenntnissen.

Max Verstappen ist bei den Testfahrten der Formel 1 in Abu Dhabi am Dienstagvormittag abgeflogen. Der Youngster landete dabei mit seinem Toro Rosso in der Streckenbegrenzung und beschädigte dabei den Frontflügel und die Aufhängung. Ein Problem an der Aufhängung hat wohl auch zu dem Abflug geführt.

Valtteri Bottas hat am Morgen in 1:43,884 Minuten die Bestzeit hingelegt und war in seinem Williams 1,2 Sekunden schneller als Vize-Weltmeister Nico Rosberg im Mercedes. Der 29-Jährige, der vor zwei Tagen den Titelkampf gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton verloren hatte, konzentriert sich bei den Testfahrten allerdings auch auf Aerodynamik- und Reifentests.

Probleme gab es bei McLaren, wo sich die Premiere des Interims-Modells MP4-29H/1X1 mit der neuen Power Unit von Honda verzögert. Am Morgen blieb der Bolide noch komplett in der Garage, Testfahrer Stoffel Vandoorne musste warten. Der Grund: McLaren checkt bei der neuen Power Unit alles gleich dreimal, bevor das Auto auf die Strecke gelassen wird. «Ob wir die Garage um neun, zehn, zwölf oder ein Uhr verlassen, spielt keine Rolle», sagte Teamchef Eric Boullier.

Zum Nichtstun war auch Sebastian Vettel verdammt, denn Fahren durfte er für Ferrari nicht. Das heißt aber nicht, dass er seinem neuen Arbeitgeber nicht über die Schulter schauen darf. Genau das tat der viermalige Weltmeister am Dienstag.

Im Vorfeld hatte es von Red Bull Racing ein klares Veto gegen einen möglichen Testeinsatz für Ferrari gegeben. Zu groß ist die Sorge, dass Vettel und Ferrari einen doppelten Vorteil aus dem Einsatz ziehen könnten. Statt Vettel werden nun Kimi Räikkönen und Raffaele Marciello an den beiden Tagen im Ferrari sitzen. Räikkönen fuhr am Vormittag die drittbeste Zeit.

«Wenn Sebastian nur ein paar Tage nach dem letzten Rennen in einem Ferrari sitzt, hat er einen direkten Vergleich. Da ist der Hintern-Faktor noch frisch. Warum sollen wir einem Gegner einen Vorteil verschaffen?», sagte Red-Bull-Motorsportboss Dr. Helmut Marko.

Vettel war natürlich enttäuscht, denn eigentlich hatte er nach seinem im Oktober verkündeten Abschied grünes Licht bekommen. «Es ist so schade. Ich hatte ursprünglich die Erlaubnis, aber jetzt geht es doch nicht. Ich weiß nicht, was passiert ist. Irgendetwas hat sich geändert. Vielleicht sind die Techniker ein bisschen in Panik geraten.»

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