Renault 2015: Von Japaner und Schweizer gerettet?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Im vergangenen Juli wurde Cyril Abiteboul auf den Posten des Geschäftsleiters von Renault Sport F1 befördert. Bald soll die Umstellung abgeschlossen sein, um Renault wieder zum Siegermotor zu machen.

Anfangs Juli gab Renault bekannt: Jean-Michael Jalinier tritt aus persönlichen Gründen vom Posten des Geschäftsleiters von Renault Sport F1 zurück, sein Nachfolger wird der frühere Caterham-Teamchef Cyril Abiteboul. Jalinier wollte sich mehr um seine Familie kümmern. Die Umstellung passte den Franzosen ins Konzept, denn nach dem vermurksten Schritt in die neue Turbo-Ära war klar – es muss sich etwas ändern.

Seither hat Abiteboul im Hintergrund viel getan. Die Kooperation mit Hauptpartner Red Bull Racing ist enger geworden, nur so, ist Abiteboul überzeugt, lässt sich der Rückstand auf Mercedes weiter verringern. Denn obschon Renault als einziger Motorenhersteller neben Mercedes 2014 siegen konnte – wer vier Mal in Folge Weltmeister geworden ist, kann mit der Ausbeute von drei Saisonsiegen nicht zufrieden sein.

Erst Ende Januar will Renault verkünden, wie man sich personell neu aufgestellt hat. Aus Frankreich dringt jedoch schon jetzt durch: Renault-Technikchef Rob White wird seinem Stellvertreter Naoki Tokunaga (48) mehr Kompetenz geben. Der Japaner aus Tokio stiess 2012 von Lotus zu Renault. Bei Lotus hatte er den Posten des stellvertretenden Technikchefs inne und arbeitete dort unter James Allison (dem heutigen Technikchef von Ferrari).

Vorteil für Renault: Sie arbeiten (nach heutigem Stand der Dinge) 2015 nur mit den beiden Red-Bull-Teams Red Bull Racing und Toro Rosso. Eventuell käme noch Caterham hinzu. Tokanuga solle mehrere Tage die Woche im Red Bull Racing-Werk von Milton Keynes verbringen.

Als Berater hat Abiteboul darüber hinaus den langjährigen Mercedes-Motorenkonstrukteur Mario Illien zugezogen. Der Schweizer hat mit den Aggregaten im IndyCar-Sport reiche Turbo-Erfahrung. Welche Aufgaben genau der gebürtige Churer Illien übernimmt, darüber gibt Cyril Abiteboul keine Auskunft.

Abiteboul gegenüber den Kollegen von «AutoHebdo» nur: «Es ist nicht ganz einfach, mitten in Frankreich ein komplexes Hybridsystem zu erzeugen.» Abiteboul verspricht sich von der Kooperation mit Illiens britischer Motorenfirma Zugang zur reichen Ingenieurs-Szene in England, «wo sich die Ingenieur abends im Pub auf ein Bier treffen, um über Technik zu fachsimpeln».

Mario Illien war in Rahmen des WM-Finales von Abu Dhabi bei Red Bull Racing zu Gast, um sich ein Bild zu machen.

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