Fernando Alonso, Jenson Button (Honda): Neue Strafe?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso und Jenson Button

Fernando Alonso und Jenson Button

In Österreich musste McLaren-Honda eine unfassbare Strafe einstecken: 50 Startplätze zurück für seine Weltmeister Fernando Alonso und Jenson Button. Geht es in Silverstone so weiter?

14 Mal hat der McLaren-Rennstall beim britischen Grand Prix triumphiert, nur Ferrari steht mit 15 Erfolgen noch besser da. Aber nur die Mutigsten im wettverrückten England würden Geld darauf setzen, dass McLaren am kommenden Sonntag in Silverstone ausgleichen kann. Ganz im Gegenteil droht erneut Ungemacht mit den Motoren.

Zur Erinnerung: Im Rahmen des Österreich-GP auf dem Red Bull Ring mussten die McLaren-Honda-Fahrer Fernando Alonso und Jenson Button um 50 Ränge zurück – so etwas hatte es in der Formel 1 noch nie gegeben.

Der Spanier Alonso erhielt 25 Strafplätze aufgebrummt – fünf davon gingen auf das Konto eines Getriebewechsels. 20 Ränge zurück erhielt der Spanier wegen seiner Antriebseinheit – 10 Ränge für den neuen Verbrennungsmotor, 5 Ränge für einen neuen Turbolader, 5 für die neue MGU-H. Er hatte sich als 15. fürs Rennen qualifiziert, kann also nur fünf Ränge normal absitzen, die restliche 15 Ränge hätte der Asturier innerhalb der ersten drei Runden des Österreich-GP als Durchfahrtsstrafe absitzen müssen, doch dazu kam es nicht – Kollision mit dem Ferrari von Kimi Räikkönen, aus.

Jenson Button stand ebenfalls in der letzten Startreihe: Für den Wechsel der kompletten Antriebseinheit von Honda hatte er 25 Ränge zurück aufgebrummt erhalten. Im Abschlusstraining war er nur 17., den Rest der Strafe sass er als Zehn-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe innerhalb der ersten drei Runden ab, aber weit kam auch der Engländer nicht – die Honda-Techniker nahmen ihn aufgrund verdächtiger Daten aus dem Rennen.

Verständlicherweise äusserte sich Fernando Alonso in der Steiermark wenig erfreut: «Die ganze Technik und das Reglement sind für die Zuschauer aberwitzig. Ich bin überzeugt davon – die Fans wollen Racing sehen und das heisst Überholmanöver. Wer von ihnen will denn Reifenschonen und Benzinsparen erleben? Sie wollen doch über tolle Duelle fachsimpeln und nicht über Entwicklungswertmarken und Strafversetzungen. Wer zuhause kann schon erklären, wie sich die Strafen von Jenson und mir zusammensetzen? Das ist alles viel zu komplex.»

Das Timing hätte schlimmer nicht sein können: Ausgerechnet zum Österreich-GP kam der neue Honda-Chef Takahiro Hachigo, um Formel-1-Luft zu schnuppern.

Nun droht neues Ungemacht. Honda-Rennchef Yashuhisa Arai gibt zu: «Eine Überprüfung der beiden Aggregate hat Folgendes ergeben. Der Motor von Fernando Alonso ist beim Unfall beschädigt worden. Es wird vielleicht nicht zu vermeiden sein, ihn zu ersetzen.»

Damit wäre die nächste Strafe für Fernando programmiert. Es gibt aber auch Ausweichmöglichkeiten – etwa auf ein bereits benütztes Aggregat zurückzugreifen.

Arai weiter: «Was die Beschädigung des Motors durch einen fehlerhaft arbeitenden Sensor angeht, so sind wir noch immer am Prüfen, ob wir den Motor nochmals einsetzen können oder nicht.»

Falls nicht, muss Button zum Heimrennen ebenfalls mit einer Strafe rechnen.

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