Carlos Sainz: «Hamilton kaum 0,5 Sekunden schneller»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Carlos Sainz junior (rechts): «Fernando Alonso war wie ein Gott für mich»

Carlos Sainz junior (rechts): «Fernando Alonso war wie ein Gott für mich»

​Der Madrilene Carlos Sainz (21) blickt auf seine erste Formel-1-Saison zurück. Der Toro-Rosso-Fahrer sagt: «Ich bedaure nur eines – dass wir so oft technische Probleme hatten.»

Für den früheren Formel-1-Fahrer Martin Brundle steht fest: «Max Verstappen ist ja gewissermassen die Geschmacksrichtung des Jahres, alles redet von den tollen Qualitäten des inzwischen 18-Jährigen, und natürlich ist Max bei Toro Rosso nach nur einem Jahr in der Formel 3 eine sensationelle Saison gefahren. Aber dabei geht leicht vergessen, wie gut sich neben ihm Carlos Sainz junior geschlagen hat, und das finde ich schade für den Spanier.»

Formel-1-Kenner wissen: Hätte der Sohn des Rallye-Champions gleichen Namens alle Rennen fertig gefahren, in welchen er vor Verstappen lag, dann sähe es im WM-Schlussklassement ein wenig anders aus. So ist Max WM-Zwölfter mit 49 Punkten geworden, Sainz musste sich mit Rang 15 und 18 Zählern zufrieden geben.

Verstappen kam vier Mal nichts ins Ziel, Sainz sieben Mal. So konnte der niederländische Teenager zehn Mal punkten, Sainz nur sieben Mal. Der spanische Toro-Rosso-Fahrer sagt: «Ich bedaure nur eines – dass wir so oft technische Probleme hatten.»

Bei einem Medientermin in Spanien sagt der 21jährige Sainz weiter: «Es ist schon seltsam. Als ich ein Junge war, da war Fernando Alonso wie ein Gott für mich. Und nun habe ich gegen ihn Rennen gefahren und einige Duelle gewonnen. Ich weiss allerdings auch: Sässe er in einem Mercedes oder Ferrari, dann würde das alles ein wenig anders aussehen. Es ist ja oft davon die Rede, welche Unterschiede es zwischen den Piloten gibt. Ich glaube – im gleichen Fahrzeug würde Lewis Hamilton Max und mir keine halbe Sekunde abnehmen.»

Der beste Moment des Jahres 2015: «Als ich für das Heimrennen in Spanien den fünften Startplatz erreichte, das war magisch. Denn zehn Jahre zuvor sass ich dort auf einer Tribüne und träumte davon, Fernando Alonso zu sein ...»

Der unschönste Moment war gemäss Sainz der schwere Unfall in Russland, «wobei mir am meisten Sorgen machte, dass der Funk nicht ging und ich niemandem sagen konnte, dass ich mehr oder weniger in Ordnung bin».

Sainz kann 2016 nicht erwarten: «Für mich hat die Saison quasi in Abu Dhabi begonnen. Mehr als Rang 11 lag nicht drin, also bin ich zufrieden. Vor allem, wenn ich an den harzigen Start am Freitag denke, als ich einen grossen Teil meines Trainings verlor. Meine Rookie-Saison hat auf einer positiven Note aufgehört, die Schwierigkeiten machen mich nur stärker, ich habe sehr viel lernen dürfen. Darauf lässt auch aufbauen, damit gehe ich mit einem positiven Gefühl in den Winter.»

Seinen Fahrplan hat Sainz für 2016 schon zusammengestellt: «Dank des Ferrari-Motors sollten wir in der Lage sein, in jedem Rennen in die Punkte zu fahren. Mittelfristig wollen wir ins Visier nehmen, unter die besten Acht vorzustossen.»

Das würde bedeuten: Hinter Mercedes und Ferrari würde sich Toro Rosso mit Red Bull Racing, Williams und Force India balgen, doch auch McLaren-Honda dürfte 2016 endlich Fortschritte gelingen.

Sainz rechnet einfach vor: «Wir können das schaffen, denn wir werden locker 60 PS mehr haben als in der vergangenen Saison.»

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