Weber will «ehrliche Nachricht» zu Michael Schumacher

Von Andreas Reiners
Formel 1
Willi Weber mit Michael Schumacher

Willi Weber mit Michael Schumacher

Michael Schumachers Ex-Manager Willi Weber hat sich erneut zu Wort gemeldet. In der Gala erklärte er, dass er leide wie ein Hund.

20 Jahre lang hat Willi Weber mit Michael Schumacher zusammengearbeitet. Er begleitete den Formel-1-Rekordweltmeister als Manager von seinen Anfängen als Nachwuchsfahrer bis hin zu seinen größten Erfolgen in der Motorsport-Königsklasse bei Ferrari. Bei Schumachers Comeback 2010 war es dann allerdings Sabine Kehm, die an Schumachers Seite war und dessen Management übernahm.

Zuletzt hatte Weber Ende Dezember für Schlagzeilen gesorgt. Da hatte er sich darüber beschwert, dass Schumachers Ehefrau Corinna ihm «jeglichen Kontakt nach seinem Unfall bis heute» verbiete.

In der Gala betonte er nun erneut: «Ich habe Michael von Anfang seiner Karriere an betreut. 23 Jahre lang hatten wir ein sehr enges Verhältnis und ich bin bei ihm und seiner Familie ein und ausgegangen. Nun möchte Corinna nicht mal, dass ich ihn kurz besuche.»

Weber weiter: «Verstehen Sie mich nicht falsch, Corinna hat natürlich das Recht dazu, und ich habe großes Verständnis für ihre Situation. Aber ich leide darunter nun einmal wie ein Hund, weil ich es nicht ehrlich finde. Vertraut man mir etwa nicht? Wir haben ja auch eine geschäftliche Verbindung, da gäbe es einiges zu besprechen, doch selbst dazu kommt es nicht.»

Auch wenn er sein Verständnis für die Situation der Schumachers nach dem schweren Skiunfall des Rekordchampions und den dramatischen Folgen betonte, so wünscht sich Weber doch eine etwas andere Informationspolitik.

Die Ereignisse vom 29. Dezember 2013 haben das Leben des siebenfachen Weltmeisters und seiner Familie komplett auf den Kopf gestellt. Der frühere Ferrari- und Mercedes-Werkspilot musste mehrfach operiert werden und schwebte in Lebensgefahr. Im September 2014 durfte der Rennfahrer nach Hause. Seither kann über seinen Zustand nur spekuliert werden. Die Familie von Schumacher und Managerin Sabine Kehm schützen die Privatsphäre des Rennidols mit aller Macht. Kehm sprach wiederholt von kleinen Fortschritten, «aber immer gemessen an der Schwere der Verletzungen».

Immer wieder gibt es Gerüchte und Mutmaßungen, wie es Schumacher geht. Zuletzt hatte der frühere Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo für Wirbel gesorgt, als er im Zusammenhang mit Schumachers Gesundheitszustand von «keinen guten Nachrichten» sprach. Näher ging er darauf allerdings nicht ein.

Davor hatte die Bunte mit einem Bericht dafür gesorgt, dass Kehm sich äußern musste: «Leider werden wir durch einen aktuellen Pressebericht zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht.» Solche Spekulationen, so sagt die Managerin weiter, seien unverantwortlich, denn angesichts der Schwere seiner Verletzungen sei der Schutz der Privatsphäre für Schumacher sehr wichtig. «Leider führten solche Gerüchte dazu, dass viele Menschen, die ehrlich Anteil nehmen, sich falsche Hoffnungen machen.»

Weber meint nun: «Ich glaube, dass sich die Fans von Michael freuen würden, wenn es mal eine ehrliche Nachricht über seinen Gesundheitszustand gäbe. Dann könnten auch wir, die Menschen, mit denen Michael jahrelang gearbeitet hat, besser mit der Situation umgehen». Er wünscht sich vor allem eines: «Ich hoffe, eines Tages klingelt mein Telefon, und Michael ist dran und sagt: 'Willi, komm runter. Es gibt einiges zu tun und zu besprechen.' So wie es früher gewesen ist.»

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out

15. Februar: Roll-out Mercedes (Silverstone, unbestätigt)
17. Februar: Red Bull Racing (in London, Team-Farben)
19. Februar: Präsentation Ferrari (im Internet, vom Team unbestätigt)
21. Februar: Präsentation McLaren-Honda (Ort unklar)
21. Februar: Roll-out und Filmtag Ferrari (Circuit de Barcelona-Catalunya)
21. Februar: Roll-out und Filmtag HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Williams (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Manor (Circuit de Barcelona-Catalunya)
29. Februar: Präsentation Toro Rosso (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Neuer Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests

22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

Formel-1-WM

20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

Siehe auch

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