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Miguel Oliveira: Was auf einem Straßenkurs mit über 300 km/h nicht geht

2027 wird in Adelaide erstmals ein MotoGP-Rennen auf einem Straßenkurs stattfinden. SPEEDWEEK.com fragte Miguel Oliveira und Danilo Petrucci, wie sie diese besondere Veranstaltung beurteilen.

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Von 1985 bis 1995 fand auf dem Adelaide Street Circuit elfmal der australische Formel-1-Grand-Prix statt. Ab 2027 wird die MotoGP in Australien nicht mehr auf Phillip Island im Bundesstaat Victoria ausgetragen, sondern auf eben jenem Kurs in Adelaide. Erstmals werden die Bikes der Prototypenklasse dann über einen Straßenkurs rasen, die Rennstrecke wird 4,195 km lang sein und 18 Kurven haben. Laut Simulationen wird die Höchstgeschwindigkeit der MotoGP bei zirka 340 km/h liegen.

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Miguel Oliveira und Danilo Petrucci, dieses Jahr Teamkollegen im BMW-Werksteam, sind derzeit in Australien zum Auftakt der Superbike-WM am kommenden Wochenende auf Phillip Island. Die beiden mehrfachen MotoGP-Sieger haben die Berichterstattung über den Adelaide-GP aufmerksam verfolgt und sich eine Meinung gebildet.

Oliveira: «Herausforderung für Bikes größer»

«Für mich gibt es zwei Ansätze, wie man das sehen kann», urteilte Oliveira im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Was sich nicht ersetzen lässt, ist Motorsportgeschichte, schon gar nicht bei einer legendären Strecke wie Phillip Island. Gleichzeitig kann die breite Öffentlichkeit aber nicht auf die Insel kommen. Liberty Media hat die Meisterschaft übernommen und versucht, neue Zielgruppen zu interessieren und den Motorsport näher an die Städte zu bringen. Mit Autos geht das, für Motorräder ist die Herausforderung größer. Solange eine Strecke den Vorgaben der FIM entspricht, kann man überall fahren: In der Stadt, auf einer Insel oder in der Wüste. Das macht Motorradrennen aufregend, Änderungen sind aber manchmal schwierig zu akzeptieren. Ich liebe es nach Phillip Island zu kommen und mich hier zu messen, neue Rennstrecken sind aber auch immer willkommen.»

Der Adelaide Street Circuit befindet sich zwar in der Stadt, aber größtenteils in einem Park – die vorgeschriebenen Sturzräume lassen sich also realisieren. Mit deutlich größerem Aufwand wird verbunden sein, den Rennfahrern akzeptable Asphaltbedingungen zu bieten, wenn zumindest Teile der Strecke abseits des Rennwochenendes für den normalen Straßenverkehr genutzt werden.

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Oliveira: «Verrückt, nur daran zu denken»

Für Oliveira steht fest: Auf so einem Belag kann man nicht fahren, die Piste muss vor dem Rennen frisch asphaltiert werden. «Wenn du mit 300 km/h oder mehr MotoGP fahren willst, kannst du nicht über weiße Streckenmarkierungen oder Ähnliches fahren, es ist absolut verrückt, auch nur daran zu denken. Ich bin mir aber sicher, dass sich Dorna und FIM dessen sehr bewusst sind und sie werden alles unternehmen, um eine sichere Rennstrecke zur Verfügung zu stellen, damit die MotoGP-Fahrer Leistung bringen können.»

Die Erde dreht sich mit Höchstgeschwindigkeit und ich glaube, dass viele der alten Strecken von neuen ersetzt werden.

danilo petrucci

«Der Eigentümerwechsel der Meisterschaft erfolgte aus wirtschaftlichen Erwägungen», hielt Petrucci fest. «Sie wollen diesen Sport einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Phillip Island ist recht weit entfernt von größeren Städten und die Infrastruktur ist nicht so riesig wie an einigen exotischen Orten. Vielleicht war das aber auch einer der Gründe, um hierher zu kommen. Jeder war immer glücklich, nach Phillip Island zu kommen: Wegen des Streckenlayouts, aber auch der Umgebung. Als Motorradenthusiast begrüße ich es, wenn so viele Menschen wie möglich bei Motorradrennen zusehen. Deshalb bin ich weder dagegen noch dafür, den Austragungsort zu wechseln. Das liegt ja auch nicht in meiner Entscheidung. Ich war Teil der MotoGP, jetzt fahre ich in der Superbike-WM. Was ich mir wünsche, ist, dass der neue Eigentümer auch etwas für die Superbikes tut, das kümmert mich am meisten. Die Erde dreht sich mit Höchstgeschwindigkeit und ich glaube, dass viele der alten Strecken von neuen ersetzt werden. Ob die Rennen dann immer noch gut sein werden, weiß ich nicht. Aber der Sport muss wachsen. Und wenn sie denken, dass das der richtige Weg ist, dann muss ich dafür sein.»

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