Spanien-GP: Mercedes auf Formel-1-Rekordjagd

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Die erste Startreihe ist in Barcelona besonders wichtig: 19 Mal siegte der Pole-Setter, vier Mal der Zweitplatzierte

Die erste Startreihe ist in Barcelona besonders wichtig: 19 Mal siegte der Pole-Setter, vier Mal der Zweitplatzierte

Mercedes kann beim fünften WM-Lauf in Spanien gleich mehrere Rekorde erreichen. Aber auch Gegner Ferrari ist auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya schnell unterwegs.

Der Formel-1-Zirkus bestreitet an diesem Wochenende sein fünftes Kräftemessen der Saison in Spanien. Vor den Toren der Millionenmetropole Barcelona dürfen die GP-Stars wieder auf Punktejagd gehen – die meisten von ihnen mit neuen Teilen. Entsprechend gross sind die Hoffnungen, die auf dem WM-Lauf in Spanien ruhen.

Statistisch gesehen hat Mercedes die besten Karten, denn die Silberpfeil-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton kamen auf dem Kurs von Montmeló in den letzten beiden Jahren auf dem ersten und zweiten Platz ins Ziel. 2014 hatte Hamilton die Nase vorn, 2015 war es sein deutscher Teamkollege, der alle bisherigen Grands Prix in diesem Jahr gewonnen hat.

Das erfolgreichste Team im Spanien-GP ist aber Ferrari: Die Scuderia konnte in Spanien zwölf GP-Siege einfahren, acht davon auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Der erste Verfolger in dieser Bestenliste ist Williams mit sechs Siegen.

Wie Mercedes kann auch Rosberg in diesem Jahr Rekorde erreichen: Mit einem Sieg in Barcelona würde sich der Wahl-Monegasse in der ewigen Bestenliste jener Fahrer, welche die ersten fünf Grands Prix der Saison gewonnen haben, zu Nigel Mansell und Michael Schumacher gesellen.

Der 62-jährige Brite siegte 1992 in Südafrika, Mexiko, Brasilien, Spanien und San Marino, Rekord-Weltmeister Schumacher gewann 2004 in Australien, Malaysia, Bahrain, San Marino und Spanien, bevor er in Monaco ausfiel.

Sein Mercedes-Team könnte die Bestmarke von elf GP-Siegen in Folge feiern, womit die Silberpfeile mit McLaren gleichziehen würden. Der Traditionsrennstall aus Woking gewann 1988 elf Rennen in Folge. Es wäre zudem der 50. GP-Sieg der Sternmarke, der dafür sorgen würde, dass die Stuttgarter in der Liste der erfolgreichsten Konstrukteure mit Red Bull Racing gleichziehen kann. Das Team aus Milton Keynes belegt dort den fünften Platz.

Auch mit Blick auf die Pole-Positions hatte Mercedes in den letzten Jahren die Nase vorn: 2013 und 2015 drehte Rosberg die schnellste Runde im Qualifying, 2014 war es Lewis Hamilton. Wie wichtig der erste Startplatz ist, zeigt sich in den Zahlen.

Der GP in Barcelona wurde 19 Mal von der Pole-Position aus gewonnen, vier Mal vom zweiten Startplatz und nur zwei Mal nicht aus der ersten Startreihe: Michael Schumacher gewann 1996 von Startplatz 3, Lokalmatador Fernando Alonso 2013 von Position 5.

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