Monaco: Red Bull & Mercedes – mehr Risiko als Ferrari

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Rosberg

Nico Rosberg

​Formel-1-Alleinausrüster Pirelli hat die Reifenwahl der Teams für den kommenden Monaco-GP bekanntgegeben. Red Bull Racing und Mercedes setzen eher auf die weichsten Reifen als Ferrari.

Der italienische Formel-1-Alleinausrüster Pirelli hat eine Aufstellung veröffentlicht, welche die Reifenwahl der Grand-Prix-Teams für den Rennklassiker in Monte Carlo zeigt. Dabei fällt auf: Red Bull Racing und Mercedes haben für ihre Fahrer je zehn Sätze der weichsten Mischung gewählt, den neuen ultraweichen Reifen (violett markiert). Ferrari hingegen ist um einen Hauch konservativer: Sie verwenden einen Satz ultraweicher Reifen weniger, dafür einen der weichen Mischung mehr.

Generell nimmt Pirelli für das Strassenrennen die weichsten drei Mischungen mit, also genau das Gegenteil wie am vergangenen Spanien-GP-Wochenende. In Barcelona fuhren die Teams mit den Mischungen hart, mittelhart und weich. In Monte Carlo werden es weich (gelb), superweich (rot) und – erstmals im Rahmen eines GP-Wochenendes – ultraweich (violett) sein.

Ebenfalls eine Premiere: Die Silberpfeile von Nico Rosberg und Lewis Hamilton sind selbst bei Tests noch nie mit den violett markierten Walzen ausgerückt.

Aus der Pirelli-Liste ist auch ersichtlich: Renault ist er einzige Rennstall, dessen Fahrer unterschiedlich ausgerüstet sind – Kevin Magnussen hat einen Satz ultraweicher Reifen mehr zur Seite legen lassen als sein englischer Stallgefährte Jolyon Palmer.

Vor einem Jahr kamen Sieger Nico Rosberg und Ferrari-Star Sebastian Vettel mit nur einem Reifenwechsel aus: 36 Runden mit dem superweichen Reifen, 41 mit dem weichen. Lewis Hamilton wurde für einen zweiten Stopp hereingeholt, in der Kaskade superweich–weich–superweich und verlor so das Rennen.

Für 2016 sind die Karten aber neu gemischt: Die ultraweiche Mischung, im Qualifying für eine schnelle Runde unerlässlich, wird kaum genug lange halten, um nach nur einem Stopp mit dem zweiten Rennreifensatz bis ins Ziel durchzufahren. Auf dem Papier erscheint eine Zweistoppstrategie schneller, aber niemand kann sagen, wie sehr Verkehr diese Theorie über den Haufen wirft.

Schwer einzuschätzen ist nicht nur die Entwicklung der Strecke im Laufe des Wochenendes, sondern auch Safety-Car-Phasen oder nicht zuletzt das Wetter.

Die Reifenwahl für den Monaco-GP

Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg: 1 weich, 2 superweich, 10 ultraweich

Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen: 2 weich, 2 superweich, 9 ultraweich

Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas: 2 weich, 4 superweich, 7 ultraweich

Red Bull Racing
Daniel Ricciardo und Max Verstappen: 1 weich, 2 superweich, 10 ultraweich

Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez: 3 weich, 3 superweich, 7 ultraweich

Renault
Kevin Magnussen: 1 weich, 2 superweich, 10 ultraweich
Jolyon Palmer: 1 weich, 3 superweich, 9 ultraweich

Toro Rosso
Daniil Kvyat und Carlos Sainz: 3 weich, 3 superweich, 7 ultraweich

McLaren-Honda
Fernando Alonso und Jenson Button: 1 weich, 5 superweich, 7 ultraweich

Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr: 1 weich, 4 superweich, 8 ultraweich

Manor
Pacal Wehrlein: 2 weich, 5 superweich, 6 ultraweich

Haas
Romain Grosjean und Esteban Gutiérrez: 1 weich, 3 superweich, 9 ultraweich

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